Roche erzielt Meilenstein in Adipositas-Forschung
Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat signifikante Fortschritte in der Behandlung von starkem Übergewicht erzielt, wie kürzlich veröffentlichte Ergebnisse aus Phase-II-Studien belegen. Der im Medikamentenwirkstoff CT-388 enthaltene Wirkstoff führte bei Probanden innerhalb von 48 Wochen zu einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von über 20 Prozent. Die Teilnehmenden erhielten wöchentlich eine subkutane Injektion des Mittels.
Besonders bemerkenswert zeigte sich die hohe Wirksamkeit bei der höchsten getesten Dosis von 24 Milligramm: Beinahe alle Versuchsgruppenmitglieder reduzierten ihr Körpergewicht um mindestens fünf Prozent, während rund 50 Prozent mehr als 20 Prozent verloren. Ein Viertel der Probanden erreichte sogar eine Gewichtsreduktion von über 30 Prozent.
Neben der Gewichtsabnahme zeigten sich positive Effekte auf den Stoffwechsel. Fast 75 Prozent der Probanden mit beginnenden Diabetes-Symptomen erfuhren eine Normalisierung ihrer Blutzuckerwerte – deutlich mehr als in der Kontrollgruppe ohne Wirkstoff. Die Verträglichkeit des Medikaments war überwiegend gut, wobei die häufigsten Nebenwirkungen geringfügige Magen-Darm-Beschwerden waren.
Roche bewertet diese Ergebnisse als bedeutenden Schritt vorwärts in der Adipositas-Therapie, einer der größten globalen Gesundheitsrisiken bezüglich chronischer Erkrankungen. Der Konzern plant, auf Grundlage dieser Daten zügig in die großangelegten Phase-III-Studien zu gehen, um die Wirksamkeit und Sicherheit weitergehend zu validieren. Mit seinen Innovationen strebt der Pharmariese danach, sich auf dem lukrativen und wachstumsstarken Markt der Gewichtsreduktion zu etablieren, der derzeit von den amerikanischen und dänischen Rivalen Lilly und Novo Nordisk dominiert wird.

