RMV plant deutliche Tarifanpassung: Preiserhöhung und Ticketreform
Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat beschlossen, ab dem kommenden Jahr seine Ticketpreise im Schnitt um 4,75 Prozent zu erhöhen und sein Ticketangebot neu zu strukturieren. Diese Maßnahme ist laut RMV wegen gestiegener Kosten für Löhne, Gleisnutzung und insbesondere Energie zwingend erforderlich.
Alleine die Energiekosten sind bis 2025 um circa 50 Prozent im Vergleich zu 2020 gestiegen. Da der öffentliche Nahverkehr kein gewinnorientiertes Geschäft ist, sollen die damit erzielten Mehreinnahmen direkt in die Finanzierung des Verkehrsangebots fließen.
Die zunehmende Beliebtheit des Deutschlandtickets gibt dem RMV Anlass, sein bestehendes Ticket-Sortiment zu überarbeiten und zu vereinfachen. Dadurch werden einige Fahrkarten überflüssig und fallen weg. Konkret werden ab dem kommenden Jahr unter anderem die Neun-Uhr-Monatskarte und die 65-Plus-Monatskarte nicht mehr angeboten.
Besondere Unterstützung erfährt die Tarifumstellung von der Stadt Frankfurt, die sich bereit erklärt hat, die Tarifsteigerungen in Teilen abzufedern. 'Für Kinder und Gelegenheitsfahrgäste bleibt der Fahrpreis bis 2026 unverändert', erläuterte die Stadt. Die entstehende Differenz wird aus dem Stadtsäckel gedeckt, um den Fahrpreis gegenüber der geplanten RMV-Anpassung konstant zu halten.

