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Rivian: Auf dem Weg zum Millionärsmacher?

14. September 2024, 12:10 Uhr · Quelle: Eulerpool News

Rivian Automotive befindet sich an einem entscheidenden Scheideweg. Vor dem Hersteller elektrischer Trucks liegen zwei mögliche Pfade: Profitabilität, Wachstum und langfristiger Erfolg oder das Risiko der Obsoleszenz. Rivians Hauptziel für 2024 ist es, einen Bruttogewinn zu erzielen - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur positiven Ertragslage. Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, könnte sich die langfristige Attraktivität des Unternehmens deutlich vermindern. Gelingt es jedoch, sähe die Zukunft von Rivian äußerst vielversprechend aus.

Auf den ersten Blick macht Rivian nichts spektakuläres, es stellt einfach Trucks her. Im privaten Sektor bedeutet das Pickup-Trucks, im geschäftlichen Bereich vorerst Lieferwagen. Die wesentliche Nuance besteht darin, dass es sich um elektrische Trucks handelt. Obwohl Rivalen ebenfalls elektrische Trucks produzieren, hat Rivian ein preisgekröntes Produkt, das bei Verbrauchern sehr beliebt war. Darüber hinaus hat das Unternehmen tatsächlich ein beachtliches Produktionsniveau erreicht, wobei man für 2024 rund 57.000 Trucks erwartet.

Das Problem: Rivian befindet sich immer noch im Start-up-Modus und verzeichnet hohe Verluste. Das wird sich wohl 2024 nicht ändern, da das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte stark in die Verbesserung seiner Produktionsstätte und in seine Fahrzeugangebote investiert hat. Das Produktions-Upgrade verlief zufriedenstellend, doch der eigentliche Test wird sein, ob Rivian, wie vom Management anvisiert, im vierten Quartal einen bescheidenen Bruttogewinn erzielen kann. Falls dieses Ziel nach hinten verschoben wird, wäre das zwar ungünstig, doch nicht katastrophal. Rivian verfügt über 7,8 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und kurzfristigen Investitionen, um sich über Wasser zu halten.

Dieses Geld wird jedoch angesichts der anhaltenden Verluste nicht ewig reichen. Kürzlich hat Rivian allerdings einen Deal mit Volkswagen abgeschlossen, der dem Unternehmen rund 5 Milliarden US-Dollar einbringen wird. Dieser Deal sorgt für zusätzlichen finanziellen Spielraum und sollte Rivian die Weiterentwicklung seiner Elektrofahrzeuge ermöglichen.

Der Deal mit Volkswagen ist aus weiteren Gründen wichtiger als es zunächst erscheint. Neben der zusätzlichen Finanzierung bietet Rivian Volkswagen Zugang zu proprietärer Technologie. Von Anfang an wollte Rivian seine Technologie besitzen, um sie an andere Autohersteller verkaufen zu können – genau das geschieht nun mit Volkswagen.

Diese Entwicklung bestätigt nicht nur das Geschäftskonzept von Rivian, sondern deutet auch darauf hin, dass das Unternehmen mehr als nur seine eigenen Trucks verkaufen will. Sollte es Rivian gelingen, einen Bruttogewinn zu erzielen, bietet der Volkswagen-Deal einen realen Weg hin zu einem Nettogewinn, da das Unternehmen seine Reichweite im Automobilsektor ausweitet.

Gelingt dies, dürften Investoren interessiert sein. Obwohl die Aktie von Tesla stark gefallen ist, hat das Unternehmen immense Fortschritte gemacht, seit es noch im Start-up-Modus war – ein logischer Vergleich, der darauf hinweist, dass Rivian ebenfalls eine "Millionaire-Maker"-Aktie sein könnte.

Dennoch hat Rivian noch viel zu beweisen und muss auf hohem Niveau agieren. Gelingt das nicht, könnte das Unternehmen wie viele andere Elektrofahrzeughersteller scheitern. Investoren sollten die Risiken vollständig verstehen. Bislang hat Rivian jedoch gut agiert und scheint eine solide Aufwärtskurve zu haben. Rivian könnte eine "Millionaire-Maker"-Aktie sein, erfordert jedoch eine aggressive Investmentstrategie.

Finanzen / Markets
[Eulerpool News] · 14.09.2024 · 12:10 Uhr
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