Ripple-Kursanalyse: Wie geht es weiter für XRP nach einem drastischen 31%igen Monatsverlust?

Der Kurs von Ripple (XRP) befindet sich nicht mehr in einem korrektiven oder seitwärts gerichteten Umfeld. Die jüngsten Kursbewegungen deuten auf eine klare Liquiditätsabwicklung hin, bei der frühere Reaktionszonen nicht gehalten haben und die Kryptowährung nun tiefere Nachfragebereiche ohne signifikante strukturelle Unterstützung erkundet.
Analyse des Ripple-Kurses: Der Tageschart
Auf dem Tageschart hat XRP das jüngste wichtige Swing-Tief von $1,20 durchbrochen, was auf einen strukturellen Zusammenbruch und nicht nur auf eine vorübergehende Abweichung hinweist. Der darauf folgende Ausverkauf war scharf und impulsiv, was auf erzwungene Verkäufe statt auf kontrollierte Verteilung hindeutet.
Der Kurs hat mehrere zuvor respektierte Nachfragebereiche mit minimaler Reaktion durchbrochen, was darauf hindeutet, dass die dort ruhende Kaufliquidität bereits aufgebraucht ist. Die aktuelle Interaktion mit der breiteren Nachfragezone nahe der unteren Grenze des Kanals bei $1,00 ist daher entscheidend. Diese Zone stellt einen der letzten sichtbaren Bereiche auf höherer Zeitebene dar, in denen ungetestete Nachfrage noch existieren könnte.
Das bisherige Fehlen einer bedeutenden Absorption deutet darauf hin, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle haben, und jede Stabilisierung müsste über die Zeit hinweg bestätigt werden, anstatt durch eine einzelne Reaktion.
Aus einer täglichen Perspektive bleibt XRP anfällig, solange der Kurs unter den ehemaligen Reaktionszonen liegt, die nun strukturell als Angebotszonen fungieren.
XRP/USDT 4-Stunden-Chart
Im 4-Stunden-Chart wird der Zustrom von Verkäufern deutlicher, da der Kurs aggressiv die $1,00-Marke erreicht hat. Der jüngste impulsive Rückgang wurde jedoch von einer korrektiven Erholung gefolgt, die den Kurs in Richtung einer internen Angebotszone um die $1,50-Marke gedrückt hat.
Die hervorgehobenen Angebotszonen auf dem Chart stimmen mit früheren Konsolidierungs- und Zusammenbruchsbereichen überein. Diese Zonen stellen nun Bereiche dar, in denen jeder kurzfristige Rückzug wahrscheinlich auf erneutes Verkaufsinteresse stoßen wird. Solange der Kurs unter diesen Niveaus bleibt, sollten Aufwärtsbewegungen als korrektiv und nicht als Beginn einer Umkehrung betrachtet werden.
Strukturell priorisiert der Markt weiterhin die Abwärtsliquidität, und ohne einen klaren Bruch dieser Abfolge von tieferen Hochs bleibt der 4-Stunden-Trend eindeutig bärisch.

