Riester Bausparvertrag Vergleich: Niedrige Zinsen fressen Zulagen
Beim aktuellen Riester Bausparvertrag Vergleich der Öko-Test kann sich zwar ein Anbieter als eindeutiger Testsieger durchsetzen. Doch eins ist den Angeboten allen gemein: Beim Riester Bausparvertrag lässt sich die Immobilienfinanzierung mit staatlichen Zulagen aufstocken. Ob sich diese Kombination angesichts niedriger Zinsen jedoch lohnt, muss genau überprüft werden.
Beim aktuellen Riester Bausparvertrag Vergleich der Öko-Test (Ausgabe 9/2014) kann sich die Schwäbisch Hall in allen getesteten Modellfällen als bester Anbieter durchsetzen. Hohe Zinsen in der Ansparphase dürfen zukünftige Immobilienbesitzer jedoch nicht erwarten. Denn die Schwäbisch Hall bietet bei allen Verträgen nur geringe Habenzinsen. Der Vorteil beim Anbieter besteht vielmehr in geringen Sollzinsen für das spätere Bauspardarlehen. Wie die Tester von Öko-Test jedoch hervorheben, sind Bausparverträge nicht immer zu empfehlen. Gerade wer sich noch nicht hundertprozentig sicher ist, das angesparte Kapital später zur Finanzierung einer Immobilie zu verwenden, sollte aufgrund der schlechten Konditionen in der Ansparphase besser die Finger von den Bausparverträgen lassen.
Riester Bausparvertrag Vergleich: Niedrige Zinsen sind Fluch und Segen
Das größte Manko bei den Sparverträgen ergibt sich laut dem Riester Bausparvertrag Vergleich durch die anhaltende Niedrigzinsphase. Denn während sich Bausparkunden bei einem Abschluss die derzeitig niedrigen Zinsen für die Zeit der Hausfinanzierung sichern können, wird auch in der Ansparphase das eingezahlte Kapital nur sehr niedrig verzinst. Die Habenzinsen liegen bei den Bausparverträgen derzeit bei etwa 0,10 bis 0,25 Prozent. Bleiben die Zinsen dauerhaft niedrig, können Sparer nicht einmal von den günstigen Konditionen für die Finanzierung profitieren. Wer den Eigenkapitalanteil also anderweitig ansparen kann, sollte überprüfen, ob er mit einer klassischen Immobilienfinanzierung nicht weitaus günstiger fährt.
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Riester Bausparvertrag Vergleich: Verträge kompliziert und oft unflexibel
Die Experten der Öko-Test weisen bei ihrem Riester Bausparvertrag Vergleich darauf hin, dass sich zahlreiche Anbieter der Testteilnahme verweigert haben. Ob die Testergebnisse tatsächlich aussagekräftig sind und die Marktsituation korrekt abbilden, ist daher fraglich. Zudem sind die Riester Bausparverträge sehr kompliziert. Im Vergleich zeigte sich dabei: Die Angebote sind selten auf die Bedürfnisse der Testkunden zugeschnitten. Die Tester vermuten sogar, dass die zur Berechnung der Verträge beteiligte Software bei einigen Bausparkassen schlicht überfordert ist. Die Folge: Bausparkunden erhalten Verträge, die zum Teil nicht nur überteuert, sondern auch vollkommen ungeeignet sind.
Wo liegen die Vorteile des Riester Bausparvertrags?
Riester Bausparverträge haben nicht nur Nachteile, sondern auch einen großen Vorteil: Sparer können, sofern sie förderberechtigt sind, staatliche Zulagen erhalten. Junge Berufstätige erhalten sogar einen einmaligen Berufseinsteiger-Bonus von 200 Euro. Die Zulagen sollen Sparern dabei helfen, das Mindestsparguthaben für die Zuteilung des Bauspardarlehens schneller zu erreichen. Aufgrund der teils sehr niedrigen Zinsen, verpufft der Vorteil durch die Zulagen zum Teil. Andere Formen der Kapitalanlage sind daher nicht selten lukrativer. So lassen sich beispielsweise mit einem Fondssparplan oftmals bessere Renditen erwirtschaften.

