Rheinmetall gewinnt Großauftrag für Radpanzer „Schakal“ – Aktie im Aufwind
Rheinmetall setzt seinen Erfolgskurs mit einem milliardenschweren Auftrag zur Lieferung von Radpanzern des Typs „Schakal“ an die deutschen und niederländischen Streitkräfte fort. Der Konzern beziffert den eigenen Anteil an diesem lukrativen Geschäft auf fast 3 Milliarden Euro. Das gesamte Volumen des Auftrags für das Gemeinschaftsunternehmen Artec, das von Rheinmetall zusammen mit dem Panzerbauer KNDS betrieben wird, beläuft sich auf rund 3,4 Milliarden Euro.
Bestandteil dieses umfangreichen Vertrages ist ein umfassendes Logistikpaket, das unter anderem Ersatzteile, Ausbildungsressourcen und spezielle Werkzeuge umfasst. Darüber hinaus haben die Auftraggeber die Option, bis zu 248 zusätzliche Fahrzeuge abzurufen. Dank dieser positiven Aussichten konnte die Rheinmetall-Aktie in einem grundsätzlich freundlichen Marktumfeld für Rüstungsaktien um 4,2 Prozent auf 1.732 Euro zulegen.
Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier damit eine beeindruckende Wertsteigerung von 180 Prozent. Noch in der Woche zuvor hatten Rüstungswerte aufgrund von politischen Entspannungstendenzen im Nahen Osten und Fortschritten in den Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt schwächer geschlossen.
Der Radpanzer „Schakal“ kombiniert das Fahrgestell des bewährten „Boxer“ mit dem Turm des Schützenpanzers „Puma“. Die ersten 150 Fahrzeuge sind für die Bundeswehr vorgesehen.
Zusätzlich hat Rheinmetall als Mitglied von Artec Aussicht auf weitere Geschäftsabschlüsse. So soll Artec zukünftig auch als Hauptauftragnehmer für die Artillerie-Radhaubitze „RCH 155“ fungieren.

