Rheinmetall enttäuscht – Kursrutsch trotz solides Jahresbeginn
Rheinmetall hat mit seiner jüngsten Quartalsbilanz am Donnerstag für Ernüchterung bei den Anlegern gesorgt. Nicht ohne Wirkung: Die Aktien des Rüstungs- und Autozulieferkonzerns rutschten am Vormittag um beachtliche 5,6 Prozent auf 1.683,50 Euro ab. In den vergangenen Wochen hatten sich die Papiere noch zwischen 1.650 und knapp 1.900 Euro stabilisiert. Im Fahrwasser dieser Entwicklung mussten auch die Aktien von Renk und Hensoldt Einbußen verzeichnen und verloren jeweils fast vier Prozent an Wert.
Die Quartalszahlen von Rheinmetall hinterließen ein geteiltes Bild. Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis blieben hinter den Prognosen zurück. Ein Händler erinnerte daran, dass die Aktie zuvor von Februar bis Anfang Juni eine beeindruckende Kursrally hingelegt hatte, bevor der Aufschwung ins Stocken geriet. Anfang Juni hatte das Papier mit 1.944 Euro ein Rekordhoch erreicht, woraufhin Anleger begannen, ihre Gewinne mitzunehmen.
Für George McWhirter von der Berenberg Bank spiegelte das zweite Quartal eine verhaltene Entwicklung wider. Der Umsatz blieb um vier Prozent hinter den Konsensschätzungen zurück, und obwohl der operative Gewinn anstieg, lag er um 2,6 Prozent unter den Markterwartungen. Auch die Profitabilität des Unternehmens sank. Weiterhin waren die Barmittel aus dem operativen Geschäft, der Free Cashflow, spürbar schwächer, was sich auf unter anderem geringere Vorauszahlungen von Kunden zurückführen lässt.

