[Review] Blade & Soul

31. Januar 2016, 22:47 Uhr · Quelle: klamm.de
[Review] Blade & Soul
[Review] Blade & Soul

Ihr fragt euch etzt bestimmt: Warum ausgerechnet Blade & Soul? Es gibt so viel anderes, worüber man schreiben könnte. Aber seien wir mal ehrlich. Viel zu selten wird über kleine Perlen in unserem riesigen Gaming-Universum berichtet. Ja, es gibt einen triftigen Grund für mein Review zu diesem Browsergame: Es ist einfach gut.

Das Spiel kursiert bereits seit längerem im Web, allerdings eher im asiatischen Raum und schaffte es nun endlich am 15. Januar auf den europäischen und den US Markt. „Das ist eigentlich total geil, das Spiel“ hieß es hier und da. „Versuch’s zumindest mal.“, forderte sogar ein Teil meiner Familie. Ihr merkt selbst, ich bewege mich selten im Kreise der free2play Browsergames und halte mich überzeugt an gestandenen Titeln fest. Doch ich wage immer wieder gerne den Weg in die Welt der Indie-Games oder peile auch mal Browserbasierte MMOs an. Aber genug von mir, kommen wir zu einem Massively Multiplayer Online Roleplay Game, das mich wirklich positiv überrascht hat.

Der Titel aus dem Hause NCSoft erschien erstmals 2012 und wird von jeher positiv aufgenommen und erfreut sich mittlerweile einer riesigen Spielergemeinde. 2014 folgte sogar die Adaption zur gleichnamigen Anime-Serie.

So sieht's aus

Blade & Soul überzeugt zumindest schon einmal im Intro. Die Story zum Spiel klingt interessant und Rache ist immer ein guter Grund, um in die virtuelle Schlacht zu ziehen. Actionreich und mit einer interessanten Optik entführt mich das Spiel in seine Anfänge. Die Grafik im leichten Comic-Look und eher nüchtern als kitschig gehalten gefällt mir ganz gut – auch wenn sie etwas gewöhnungsbedürftig war für ein solches MMORPG. Die Charaktere, sowie die Spielwelt sind zweifelsohne asiatisch angehaucht und auch der Kampfstil widmet sich ganz der Kunst des Martial Art Stils. Hinzu kommen individuelle Fähigkeiten und vereinzelt auch ein paar verheerende Eis- und Feuerzauber. Gekonnt in Szene gesetzt ist hierbei die Mischung mit Fantasy-Elementen. Ein Tempel auf schwebenden Felsen im Himmel und bunte Wälder sowie dunkle Höhlen hauchen dem Spiel Charakter ein – das Setting gefällt mir tatsächlich richtig gut. Monster und drollige Geschöpfe kreuzen unseren Weg und das Kollektiv unserer Widersacher mit dem stattlichen Namen Jin Seoyeon bilden die Gegner der Hauptquestreihe. Die haben nämlich kurzerhand, mit Hilfe eines Verräters aus unseren Kreisen, Meister, Mitschüler und Freunde im Tempel getötet. Ein bisschen Prophezeiung hier und ein wenig Emotion da und schon ist eine unterhaltsame und durchaus gelungene Story entstanden.

Die Völker und ihr Kampfgeist

Ihr könnt in Blade & Soul aus vier Völkern und insgesamt sieben Klassen wählen. Überraschend umfangreich zeigt sich der Charakter-Editor. Hier könnt ihr in liebevollen Details euren Helden individuell gestalten. Ziel ist es natürlich ein mächtiger Kämpfer zu werden und eure Feinde zu besiegen. Zusätzlich gibt es neben den Völkern und Klassen auch noch zwei vollkommen unterschiedliche Fraktionen. Diese verfolgen dasselbe Ziel (nämlich den Feind zu eliminieren), sind allerdings unterschiedlicher Meinung, wie die Welt da draußen funktionieren soll. Im Laufe des Spiels müsst ihr euch für eine der beiden Fraktionen entscheiden.

Auf geht es ins Tutorial. Hier macht ihr euch langsam aber sicher mit dem Kampfsystem vertraut und lernt euren Charakter zu skillen. Das Kampfsystem selbst ist actionreich und voller Dynamik. Ihr tretet in Echtzeit gegeneinander an und werdet sowohl mit PvE als auch PvP konfrontiert. Das A und O in den Kämpfen liegt in dem erfolgreichen Aufbau gigantischer Komboketten. Diese werden euch im Laufe der Kämpfe zu zahlreichen Siegen verhelfen und definieren schlussendlich euer Können. Aber ich will euch nichts vormachen, das Kampfsystem ist umfangreich und extrem anspruchsvoll. Es entwickelt eine nennenswerte Geschwindigkeit und stellt euch vor adäquaten Herausforderungen. Es geht um Reaktion, Konter und ordentliche Hiebe, die passgenau in der Visage des Gegenübers landen dürfen. Eure Attacken und Fähigkeiten verändern jedoch stark das Kampfverhalten. Die gleiche Maustaste, die für einen niederschmetternden Zauber sorgt, steht ihr nahe genug am Feind, lässt euch alternativ einen rasanten Sturmangriff starten, wenn ihr zu weit entfernt seid. Ich sag’s euch: Abwechslungsreich.

Skill mich hart

Fans solcher MMOs mit einem zwanghaften Verhalten was den Loot-Faktor angeht, muss ich an dieser Stelle ein wenig bremsen. Auch für mich gibt es nichts Schöneres, als meinen Char mit unzähligen Belohnungen und Fundstücken aufzuwerten und ein gnadenloses Biest aus ihm zu machen. In Blade & Soul läuft das ein klein wenig anders. Rüstungen und Kostüme, sowie eine royale Kopfbedeckung ist in diesem Spiel mehr ein Design- und Imagefaktor. Wenn es optimal läuft, seht ihr einfach nur umwerfend aus. Vielmehr Augenmerk wurde hier auf Accessoire und Waffe gelegt. Diese werden stetig verbessert und bestimmen letztendlich eure Chancen im Kampf. Parallel dazu habt ihr selbstverständlich die Möglichkeit an eurem Talentbaum zu schrauben. Ein Levelaufstieg ermöglicht euch das Platzieren von Talentpunkten. Und auch wenn die Loot-Fans noch immer die Nase rümpfen – tröstet euch. Ich habe nicht gesagt, dass es nichts zu sammeln gibt, im Gegenteil. Ihr seid durchaus ausgelastet im Kombinieren und aufstocken eurer Hauptwaffe – euer Rucksack wird nicht leer. Auch die Wahl des richtigen Accessoires geht nicht lockerflockig von der Hand.

Mach's allein oder mit mehreren

Solo oder Multi. In Blade & Soul habt ihr durchaus auch die Möglichkeit Gruppen zu erstellen oder euch Gilden anzuschließen. Das steigert den Spielspaß mit Freunden ungemein, allerdings muss dazu gesagt sein, dass ihr das Spiel auch gut und gerne Solo bestreiten könnt. Die Quests und Endbosse sind so aufgebaut, dass ihr an keiner Stelle unmöglichen Aufgaben begegnet – nur Herausforderungen ;) Als Beschäftigungstherapie kommen außerdem noch eine Handvoll zu lernende Handwerke hinzu, denen ihr euch widmen solltet. Diese garantieren euch Verbesserungen im Charakter- und Waffenbereich.

Qs

Haupt- und Nenequests zeichnen sich auf Dauer recht linear ab. Zwar hat man die Möglichkeit eine riesige Welt zu erkunden und ist auch zu keiner Zeit gezwungen Quests zu verfolgen, aber im Großen und Ganzen spielen sich die Questreihen immer beieinander ab und schicken euch selten aus nördlichen Gefilden in südliche Regionen. So klappert ihr alles schön der Reihe nach ab und bewegt euch eher anhand größerer Questreihen, als an einzelnen Quests durch die Welt – durch diese wunderschöne Welt. Trotz dieser Tatsache, macht das Spielen nicht weniger Spaß. Die Story bleibt spannend und einige der Nebenquests sind durchaus unterhaltsam. Das Entwicklerstudio hat an einigen Stellen Humor bewiesen.

Fazit:

Nein, Blade &Soul ist kein perfektes Spiel. Und mit Sicherheit auch Geschmackssache – aber wo ist das nicht so? Auf jeden Fall kann sich das Game sehen lassen und ist definitiv zumindest eine Anspielzeit wert. Mich hat es überzeugt. Die spannenden Kämpfe und die Story entertainen auf ganzer Linie. Mein Charakter macht mir Spaß und das Intro ist überschaubar und lässt mich schnell auf die abenteuerliche Welt los. Einige Verbesserungen hinsichtlich des Handwerks wären wünschenswert und umfangreichere Questreihen – das war aber vorerst auch schon alles, was es meinerseits zu meckern gibt. Wer also nichts gegen asiatische Optik und Martial Arts hat, dem sei der Titel ans Herz gelegt. F2P – ich wollt’s nur gesagt haben. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit; vielleicht sieht man sich ja bei Gelegenheit ingame \o/

Review / MMORPG / NCSoft / JRPG
31.01.2016 · 22:47 Uhr
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