Resident Evil Requiem: Das Grauen von Haus Beneviento war nur der Anfang!
Die Resident Evil-Reihe hat, insbesondere seit dem radikalen Bruch mit Teil 7, das Terrain des puren Horrors neu vermessen. Doch Capcom scheint mit dem kommenden Albtraum, Resident Evil Requiem, noch nicht am Gipfel des Schreckens angekommen zu sein. In einem aufschlussreichen Gespräch mit GamesRadar hat Director Koshi Nakanishi nun eine unheilvolle Andeutung gemacht, die Veteranen der Serie aufhorchen lässt: Das neue Kapitel des Survival-Horrors wird das Gefühl des Grauens selbst im Vergleich zur berüchtigten Schreckenspassage von Haus Beneviento aus Resident Evil Village noch einmal intensivieren. Es ist eine kühne Ansage, die verspricht, die Grenzen dessen, was Spieler für erträglich halten, gezielt zu überschreiten.
Die Psychologie der absoluten Ohnmacht
Nakanishi zieht eine direkte Parallele zwischen der auf der Gamescom gezeigten Demo von Requiem und jener ikonischen Sektion in Village, die unzählige Spieler an den Rand des Nervenzusammenbruchs trieb. „Es gibt definitiv Ähnlichkeiten zu diesem Abschnitt“, bestätigt der Director. Der gemeinsame Nenner ist eine brillante, aber grausame Design-Philosophie: dem Spieler werden seine vertrauten Werkzeuge, seine Waffen, entrissen. In diesen Momenten, frei von der Macht, zurückzuschlagen, destilliert sich der pure Terror. Man ist nicht länger der Jäger, sondern das hilflose Wild. Diese Methode, die bereits die Anfangsstunden von Resident Evil 7 zu einem unvergesslichen Spießrutenlauf machte, soll in Requiem an die vorderste Front gerückt werden, um das Gefühl der Schutzlosigkeit auf ein neues, unerträgliches Level zu heben.
Mehr als nur eine Kopie des Schreckens
Doch wer nun eine bloße Kopie des Puppenhaus-Wahnsinns erwartet, wird eines Besseren – oder Schlimmeren – belehrt. Nakanishi betont, dass man diesen psychologischen Terror ganz bewusst an den Anfang des Spiels stellt, um die Charakterisierung der neuen Protagonistin Grace zu untermauern. Sie ist eine Person, die völlig unvorbereitet und ahnungslos in diese entsetzliche Situation geworfen wird, und der Spieler soll ihre wachsende Panik hautnah miterleben. Um dem Ganzen jedoch eine frische, perfide Note zu verleihen, wurde das Konzept entscheidend weiterentwickelt. Anstatt Haus Beneviento einfach zu kopieren, führt Requiem völlig neue Mechanismen ein, wie du dich gegen die Kreatur aus der Demo verteidigen – oder besser gesagt, ihr entkommen – kannst. Das Design des Monsters selbst und das Gefühl, von ihm unerbittlich verfolgt zu werden, soll das klaustrophobische Katz-und-Maus-Spiel in eine neue Dimension des Schreckens katapultieren.
Einblicke aus der verfluchten Klinik
Konkrete Eindrücke dieser neuen Horror-Doktrin lieferte das Gameplay-Material aus dem Rhodes Hill Chronic Care Center, der Kulisse der Gamescom-Demo. Wir sehen Grace, wie sie verzweifelt versucht, aus der maroden Einrichtung zu entkommen, während ihr ein groteskes Monster auf den Fersen ist. Ohne Schusswaffen muss sie sich voll und ganz auf ihren Verstand und die spärlichen Werkzeuge verlassen, die ihr die Umgebung bietet, um lebend aus diesem Albtraum zu entkommen. Resident Evil Requiem erscheint am 27. Februar 2026 und verspricht schon jetzt, die Messlatte für interaktiven Horror neu zu definieren.


