Republikanisches Steuergesetz: Schutz vor internationalen Steuerabflüssen
Als potenzieller Meilenstein zur Sicherung amerikanischer Steuererträge hat US-Finanzminister Scott Bessent betont, dass der vorliegende Republikaner-Entwurf eines Steuer- und Ausgabengesetzes hunderte Milliarden US-Dollar an Unternehmenssteuern davon abhalten wird, in die Hände ausländischer Regierungen zu fließen. Bessent erläuterte vor dem House Ways and Means Committee, dass die Administration unter Präsident Biden beschlossen habe, die amerikanische Souveränität in Steuerfragen auszulagern.
Der sogenannte "One Big Beautiful Bill Act" jedoch soll verhindern, dass andere Länder durch die Einführung der globalen MindestBesteuerung von Unternehmensgewinnen, bekannt als "Pillar Two", Gewinne von US-Firmen abschöpfen. Der Finanzminister hob hervor, dass das US-Steuersystem ein Gegengewicht zu "Pillar Two" bilden werde.
Andere Staaten könnten gern auf ihre Steuerhoheit zugunsten anderer Länder verzichten, doch die Vereinigten Staaten werden dies nicht tun. Somit ermöglicht das Gesetz, dass die Erträge amerikanischer Unternehmen nicht in ausländische Staatskassen abfließen – eine Summe, die hunderte Milliarden Dollar erreichen könnte.
Ein wesentlicher Punkt des Republikaner-Entwurfs ist die Einführung eines neuen Steuervorschlags namens Section 899. Dieser sieht eine progressive Besteuerung von bis zu 20 Prozent auf das US-Einkommen ausländischer Investoren vor, um Ländern entgegenzutreten, die nach US-Ansicht ungerechte Steuern wie Digitalsteuern erheben.
Diese Maßnahme könnte in den nächsten zehn Jahren 116 Milliarden Dollar einbringen, ruft jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Attraktivität von Investitionen in den USA hervor.

