Report: Abruptes Ende einer Party

30. November 2013, 20:07 Uhr · Quelle: dpa

Glasgow/London (dpa) - «The Clutha Vaults» ist eine Institution in Glasgow. Ein Musikpub, wo man hingeht, das angesagt ist. Am Freitagabend spielt in den niedrigen Räumen am Ufer des Clyde-Flusses eine Ska-Band. Etwa 120 Leute sind gekommen, feiern, tanzen, trinken.

Kurz vor halb elf verwandelt sich die fröhliche Feier in der Nacht zum St.-Andrews-Day abrupt in einen Alptraum. Ein Hubschrauber der Glasgower Polizei stürzt auf das Flachdach des Pubs, des Gebäude bricht teilweise ein. Besucher werden unter Trümmern begraben, nach Angaben der Polizei sterben mindestens acht Menschen.

Am Tag danach bietet sich in Glasgow ein Bild des Grauens. Das Wrack des Hubschraubers vom Typ Eurocopter steckt noch immer im Dach des Gebäudes fest. Die Rettungskräfte decken eine große Plane darüber, um den Blick auf das Horrorszenario zu verbergen. Intensiv versuchen die Rettungsteams, noch Überlebende zu finden, Suchhunde sind im Einsatz.

Königin Elizabeth II. lässt mitteilen, ihre Gedanken und Gebete seien mit den Opfern. «Ein schwarzer Tag für Schottland und für Glasgow», sagt Schottlands Ministerpräsident Alex Salmond zerknirscht. Er ist aber auch stolz auf die Rettungsmannschaften, die schnell und professionell gearbeitet hätten.       

Die Polizei ging zunächst von mindestens einem Toten und 32 Verletzen aus, die auf drei Glasgower Krankenhäuser verteilt wurden. «Wir erwarten, dass diese Zahl in den nächsten Stunden steigt», hatte Glasgows Polizeichef Sir Stephen House am Vormittag gesagt. Am Abend sprachen die Ermittler dann von mindestens acht Toten.

Der örtliche Parlamentsabgeordnete Jim Murphy, der schnell zum Unglücksort geeilt war und mithalf, das Gebäude zu evakuieren, beschrieb die Situation als außergewöhnlich geordnet. «Es gab viel Staub und Trümmer. Aber es gab keine Panik», sagte er vor Journalisten an der Unglücksstelle. Die Rettungskräfte seien extrem schnell am Unfallort gewesen. Eine Menschenkette sei gebildet worden, um Ohnmächtige ins Freie zu befördern. Weniger schwer Verletzte wurden in einem benachbarten Hotel versorgt.

Gegenstand heftiger Spekulation war am Samstag die Ursache für den Absturz des Hubschraubers. Experten tendieren zu einer technischen Ursache, Wettereinflüsse dürften eine Rolle gespielt haben. Die Polizei löste nach Angaben von House eine Untersuchung der Hintergründe aus. Möglicherweise hatte der Pilot eine Notlandung versucht, nachdem die beiden Motoren des Hubschraubers ausgefallen waren.

Im Pub selbst war offenbar vielen Gästen nicht einmal sofort bewusst, was passiert war. Die Band soll zunächst sogar weiter gespielt haben. «Die Band bringt das Haus zum Einsturz», hätten sie im Pub gescherzt, sagte Grace MacLean, die zu den Gästen zählte, der BBC. Dann sei immer mehr vom Dach heruntergekommen und plötzlich sei vor lauter Staub nichts mehr zu sehen gewesen. Der Heilige Andrew, der Schutzpatron der Schotten, konnte in diesem Fall nicht helfen.

Unfälle / Luftverkehr / KORR-Ausland / Großbritannien
30.11.2013 · 20:07 Uhr
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