Renten, Pflege und Migration: Koalition stellt Weichen für Reformrunden
Während Union und SPD sich auf eine Zusammenarbeit verständigt haben, zeichnen sich bereits die ersten politischen Schwerpunkte ab. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Arbeitskreise zur Erneuerung von Rente, Pflege und Krankenversicherung stehen kurz vor dem Start. Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU, betonte im ZDF-'heute journal', dass diese Kommissionen unmittelbar nach Amtsantritt der neuen Regierung ihre Arbeit aufnehmen würden. Dabei sollen Expertengremien Lösungen zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge und des Rentenniveaus erarbeiten.
Merz unterstrich die Bedeutung einer soliden und verlässlichen Reform. "Eine solche grundlegende Reform kann nicht in den kurzen Rahmen von Koalitionsverhandlungen gepresst werden," so Merz. Ein nachhaltiger und zukunftsorientierter Ansatz stehe im Vordergrund, um den sozialen Sicherungssystemen Stabilität zu verleihen.
Ein ebenfalls kontroverses Thema bleibt die Migrationspolitik. Im Rahmen eines Interviews mit 'RTL Direkt' äußerte sich Merz zu der geplanten Rückweisung von Migranten an den Grenzen, auch von Asylbewerbern. Hier nehme die Abstimmung mit den europäischen Nachbarn einen zentralen Platz ein. Er deutete an, dass die Maßnahmen zur Reduzierung der illegalen Migration verstärkt würden, ohne jedoch konkrete Details preiszugeben. Ziel sei es, die Kontrolle in Deutschland wiederzuerlangen, obwohl der Trend rückläufig sei, müsse er weiter abnehmen.

