Renditen im Rückwärtsgang: Staatsanleihen im Fokus der Anleger
Am Dienstag haben die Kurse deutscher Staatsanleihen merklich zugelegt. Der maßgebliche Euro-Bund-Future stieg am Vormittag um 0,32 Prozent auf 131,15 Punkte an, während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,52 Prozent sank.
In Frankreich hat sich ein bemerkenswerter Rückgang der Inflationsrate eingestellt. Die Jahresrate erreichte im Mai den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren. Sie fiel von 0,9 Prozent auf 0,6 Prozent. Ökonomen hatten im Durchschnitt keine Veränderung der Inflationsrate erwartet, was nun die Europäische Zentralbank darin bestärken könnte, in der kommenden Woche erneut die Leitzinsen nach unten zu korrigieren. Diese Entwicklungen haben die Anleihekurse in der Eurozone unterstützt.
Ein anderer Trend ist in Japan zu beobachten, wo die Renditen von langlaufenden Staatsanleihen erneut nachgaben. Laut einem Bericht von Bloomberg denkt das japanische Finanzministerium darüber nach, die Ausgabe von Anleihen mit langen Laufzeiten zu reduzieren. Diese Nachricht führte dazu, dass die Rendite für dreißigjährige Anleihen um 0,19 Prozentpunkte auf 2,83 Prozent sank.
Im Vereinigten Königreich ist eine ähnliche Tendenz sichtbar. Die britische Finanzagentur DMO plant, die Emission von Anleihen mit kürzeren Laufzeiten zu verstärken, während die von langlaufenden Papieren gedrosselt werden soll. Dies führte ebenfalls zu einem deutlichen Rückgang der Renditen für britische Anleihen mit längeren Laufzeiten.

