Rekordjagd an der Wiener Börse: ATX erreicht neue Höhen
Die Anlegerfreude an der Wiener Börse hält an, nachdem der ATX am Freitag mit einem deutlichen Plus von 0,85 Prozent und einem Schlussstand von 5.234,55 Punkten den Handel einstellte. Dabei wurde nicht nur eine neue Bestmarke gesetzt, sondern auch innerhalb der Sitzung ein Rekordhoch von 5.245,14 Punkten erreicht, das vor allem durch die Stärke der Finanzwerte getragen wurde.
Ein weiteres Augenmerk lag auf der jüngsten Wachstumsprognose der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), die die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum angepasst hat. Für das Jahr 2025 wird nun ein realer BIP-Anstieg von 0,6 Prozent prognostiziert, was eine Korrektur nach oben gegenüber den vorhergehenden 0,3 Prozent darstellt. Die Prognosen für die Jahre 2026 und 2027 bleiben mit einem Wachstum von 0,8 Prozent und 1,1 Prozent unverändert. Indes soll die Inflation im kommenden Jahr merklich zurückgehen.
OeNB-Gouverneur Martin Kocher betonte die Flexibilität der Europäischen Zentralbank bei der Anpassung der Zinssätze, sollte die wirtschaftliche Lage dies erfordern. Dabei unterstrich er die Beibehaltung der geldpolitischen Optionen, nachdem die EZB den Leitzins erneut bei 2,0 Prozent unverändert ließ.
Unter den Finanzwerten, die dem ATX den Rücken stärkten, war Raiffeisen Bank International besonders hervorzuheben, deren Aktien um 2,87 Prozent zulegten. BAWAG und Erste Group trugen ebenfalls mit Steigerungen von 2,38 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent bei, während UNIQA leicht um 0,92 Prozent im Plus stand. Demgegenüber mussten die Aktien der Vienna Insurance Group einen Rückgang von 0,78 Prozent hinnehmen.
Beim Blick auf die Gewinner und Verlierer des Handelstages zeigten sich Kapsch TrafficCom mit beeindruckenden 5,90 Prozent im Plus, dicht gefolgt von Frequentis mit einer Erholung um 4,52 Prozent. Dagegen litten die Papiere von Semperit mit einem Minus von 3,59 Prozent, FACC mit einem Verlust von 3,45 Prozent sowie Palfinger, Agrana und Zumtobel, die ebenfalls im Minus schlossen.

