Rekordjagd an den Börsen: Optimismus beflügelt Anleger
An den US-amerikanischen Börsen herrschte am Donnerstag Feierstimmung, als die Aktienmärkte ein neues Rekordhoch verzeichneten. Der Auslöser hierfür waren Inflationsdaten, die weitgehend den Erwartungen entsprachen und die Hoffnung der Investoren bestärkten, dass die Federal Reserve im September eine Zinssenkung vornehmen wird.
Der Dow Jones verzeichnete einen Anstieg um 617 Punkte, was einem Zuwachs von 1,36% entspricht, und schloss bei 46.108 Punkten. Damit durchbrach der Index erstmals die Marke von 46.000 Punkten – ein symbolischer Meilenstein, der das andauernde Wachstum der Börse trotz bestehenden Tarifunsicherheiten und wirtschaftlicher Schwächesignale widerspiegelt.
Auch der S&P 500 legte um 0,85% zu, während der technologieorientierte Nasdaq einen Anstieg von 0,72% verzeichnete. Alle drei großen Indizes endeten somit auf Allzeithochs. Die neuesten Inflationszahlen zeigten einen leichten Anstieg der Verbraucherpreise im August, doch die Kerninflationsrate – ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie – entsprach den Erwartungen der Wall Street.
Unter den Anlegern herrschte Jubelstimmung, da der Inflationsbericht Raum für eine Zinsreduktion durch die Fed in diesem Monat lässt. Skyler Weinand, Chief Investment Officer bei Regan Capital, betonte in einer E-Mail, dass der Verbraucherpreisindex am Donnerstag im Rahmen der Erwartungen lag und die erwartete Zinssenkung der Federal Reserve bei der September-Sitzung nicht gefährde.
Während die jährliche Inflationsrate leicht anstieg, erhöhen sich auch die Sorgen um den Arbeitsmarkt. Bill Adams, Chefökonom der Comerica Bank, rechnet deshalb mit einer Zinsreduktion um einen Viertelpunkt im September. Aktuelle Daten zeigten zudem einen der größten wöchentlichen Anstiege bei Arbeitslosenanträgen seit über einem Jahr.
Durch Anzeichen einer Abschwächung des Arbeitsmarktes strömten Anleger vermehrt in Anleihen, was die Renditen von Staatsanleihen sinken ließ: Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe fiel auf 4% und erreichte damit den niedrigsten Stand seit April. Da Anleihepreise und Renditen entgegengesetzte Bewegungen machen, verändert sich der Markt dynamisch.
Im Handel preisen Händler eine 95%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass die Federal Reserve ihren Leitzins um einen Viertelpunkt senken wird, während eine 5%ige Chance für eine Halbpunktreduktion veranschlagt wird.
Auch anderswo auf dem Markt sorgte eine Nachricht für Furore: Die Aktien von Warner Bros. Discovery sprangen um 29% in die Höhe, nachdem Berichte auf eine Übernahmeofferte von Paramount Skydance für das Unternehmen hindeuteten.

