Rekordergebnisse bei Talanx trotz Kalifornischer Waldbrände

Der Versicherungsgigant Talanx, gelistet im MDAX, hat im vergangenen Jahr einen bisher unerreichten Überschuss von 2,48 Milliarden Euro verbuchen können – eine Steigerung von stolzen 25 Prozent. Dieser Erfolg ist besonders bemerkenswert, da er trotz der massiven Waldbrände in Kalifornien erzielt wurde.
Vorstandschef Torsten Leue hatte im November das Gewinnziel bereits auf über 2,4 Milliarden Euro angehoben und plant eine weitere Erhöhung auf etwa 2,7 Milliarden Euro bis 2026. Die Waldbrände in Los Angeles führten zu erheblichen Belastungen, insbesondere für die Talanx-Tochter Hannover Rück. Dennoch blieb das Jahr von anderen kostspieligen Naturkatastrophen, wie Hurrikans, weitgehend verschont, was wiederum zu einem Rekordergebnis bei der Hannover Rück selbst führte.
Talanx hält als Muttergesellschaft gut 50 Prozent der Anteile an Hannover Rück. Darüber hinaus konnte der Konzern den Umsatz im Versicherungsgeschäft auf 49 Milliarden Euro steigern, was einem währungsbereinigten Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Eigenkapitalrendite verzeichnete ebenfalls einen Anstieg von 17,9 auf 19,7 Prozent.
Die detaillierten Jahreszahlen und der Dividendenvorschlag sollen Mitte März bekannt gegeben werden. Im Erstversicherungsgeschäft ist Talanx vor allem mit der bekannten Marke HDI aktiv und betreibt zudem eigene Versicherungen in Regionen wie Polen und Lateinamerika. Der führende Anteilseigner des Unternehmens ist der Haftpflichtverband der Deutschen Industrie (HDI), ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit.

