Rekord bei Bestattungsfachkräften: Ein Beruf im Wandel
Die Zahl der Auszubildenden zur Bestattungsfachkraft in Deutschland erreicht bemerkenswerte Höhen. Ende 2024 befanden sich laut Statistischem Bundesamt 890 Personen in dieser dualen Ausbildung – ein Höchststand in der Geschichte der Branche. Vor einem Jahrzehnt lag diese Zahl bei lediglich 390. Ein interessanter Trend zeigt sich zudem bei der Geschlechterverteilung: Mittlerweile sind 57 Prozent der Auszubildenden Frauen, während es zehn Jahre zuvor fast genau umgekehrt war.
Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung verändert sich auch die Bestattungsbranche signifikant. Der steigende Bedarf führt zu einem Wachstum in Beschäftigung und Umsatz. Im Jahr 2023 arbeiteten rund 26.300 Menschen in den 4.200 Bestattungsunternehmen Deutschlands, was einem Anstieg von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Umsätze verzeichneten ein Plus, das sich von 2,26 Milliarden Euro auf ungefähr 2,32 Milliarden Euro im Jahr 2023 belief.
Der Import von Bestattungswaren aus dem Ausland nimmt ebenfalls zu. 2024 wurden etwa 451.000 Holzsärge im Wert von 40,5 Millionen Euro nach Deutschland importiert, 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus Polen allein kamen 85,1 Prozent dieser Särge. Auf der Exportseite verließen im selben Jahr etwa 1.260 deutsche Holzsärge das Land, mit einem Gesamtwert von 77.000 Euro.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher stiegen im Jahr 2024 ebenfalls die Kosten für Bestattungen. Die Preise für Särge, Urnen und Grabsteine erhöhten sich um 3,9 Prozent im Vergleich zu 2023, während die Kosten für Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren um 4,6 Prozent anstiegen. Zum Vergleich: Die allgemeine Verbraucherpreissteigerung lag im gleichen Zeitraum bei 2,2 Prozent.

