Reiselust trotzt Streiks: Positiver Trend in der Branche trotz Herausforderungen
Ungeachtet der aktuellen Streiks in der Luftfahrt und bei der Bahn, welche den Reisesektor zusätzlich fordern, bleibt die Sehnsucht nach Urlaub ungebrochen. Ingo Burmester, Chef von DER Touristik Zentraleuropa, konstatierte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur eine unverminderte Lust auf Sonne und Meer. Kurz vor dem Beginn der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin offenbarte er, dass die Buchungszahlen und Umsätze für den Sommer 2023 deutlich über den Werten des Vorjahres liegen. Im Vergleich zu 2019 liegt der Umsatz sogar höher, obwohl die Reisendenzahlen ein ähnliches Niveau aufweisen. Dies deutet darauf hin, dass Reisen ein zentrales Bedürfnis der Verbraucher bleibt.
Eine geringe, aber spürbare Preissteigerung könnte die Reisevorfreude jedoch leicht trüben – die Prognosen deuten auf Zuwächse im mittleren einstelligen Bereich hin. Dieser Trend zur frühzeitigen Buchung zeigt eine klare Abkehr vom pandemiebedingten Zögern der letzten Jahre, womit Reisende nun wieder von Frühbucherrabatten profitieren.
Ein weiterer Punkt, der das Budget der Urlauber beeinflussen kann, ist die anstehende Erhöhung der Ticketsteuer zum ersten Mai. Mehrkosten für Flüge bedeuten tendenziell höhere Ausgaben für den Transport, doch DER Touristik versichert, keine nachträglichen Preisanpassungen bei bereits verkauften Flügen vorzunehmen.
Bei der Wahl des Urlaubsziels bleiben traditionelle Destinationen wie die Türkei, Spanien und Griechenland vorn, wobei Reisen nach Skandinavien an Popularität gewinnen. Dies könnte eine Reaktion auf die Hitzewellen der vergangenen Jahre sein, die Urlauber dazu bewegt, ihre Reisepläne anzupassen und kühleren Regionen den Vorzug zu geben. (eulerpool-AFX)

