Regulatorische Bremse für US-Krankenversicherer: Aktien im Sinkflug
Die Aktien der großen US-Krankenversicherer gerieten am Dienstag kräftig unter Druck, nachdem die jüngsten Vorgaben der Centers for Medicare & Medicaid Services für Unmut an den Märkten sorgten. Am stärksten betroffen waren die Papiere der UnitedHealth Group, die im frühen Handel um fast 20 Prozent einbrachen. Als bedeutendes Unternehmen im Dow Jones Industrial belastete dieser Rückgang auch den gesamten Index. Ähnlich hart traf es CVS Health, deren Wertpapiere um beinahe 12 Prozent nachgaben, während die Aktien von Humana mehr als 20 Prozent in die Tiefe stürzten.
Der Grund für die verhaltene Marktstimmung liegt in der minimalen Anpassung der finanziellen Zuweisungen für Medicare Advantage-Pläne, die lediglich um mickrige 0,09 Prozent ansteigen sollen. Dies enttäuschte die Erwartungen der Analysten, die mit einem Anstieg von bis zu sechs Prozent gerechnet hatten. Die Märkte hatten gehofft, dass die Regierung unter Präsident Donald Trump den privaten Medicare-Plänen positiv gegenüberstehen würde. Doch umso größeres Unverständnis rief dessen Rhetorik im Dezember hervor, als er erklärte, dass Versicherungsunternehmen "zu viel Geld verdienen und weniger verdienen müssen."
In jüngster Zeit kämpfen Medicare-Versicherer mit steigenden Pflegekosten und unzureichender Unterstützung durch die Regierung. Dennoch besteht weiterhin die Möglichkeit, dass in den kommenden Monaten Anpassungen an den Erhöhungssätzen vorgenommen werden, die möglicherweise einigen Druck von den Konzernen nehmen könnten.
Diese Entwicklungen betreffen eine Versicherungsform, die vor allem für Personen über 65 Jahre sowie für Menschen mit bestimmten Behinderungen oder Nierenerkrankungen von Bedeutung ist.

