Regierungs-Sofortprogramm: Große Pläne, gemischte Reaktionen
Fortschritte sind oft eine Illusion der Selbstverständlichkeit, dennoch sind sie überaus willkommen. Bürgerinnen und Bürger verspüren zwar keine Dankbarkeit angesichts des Erreichten, da sie es letztendlich selbst finanzieren. Viel wichtiger ist ihnen die Bewegung nach vorn.
Ein Stillstand oder gar Rückschritt würde vielen sprichwörtlich den Verstand rauben. Deshalb ist es nur folgerichtig, wenn politisch Verantwortliche wie Merz, Klingbeil und Söder die Dinge in Schwung bringen wollen. Allerdings lauern Herausforderungen, die nicht ignoriert werden dürfen.
Die Regierung steht vor der Gefahr, sich in überambitionierten Zielen zu verzetteln und sich in der Priorisierung vollmundiger Vorhaben wie der Wolfsbejagung statt der dringend benötigten Bildungsreform zu verlieren. Doch positive Entwicklungen sollen bereits Mitte des laufenden Jahres spürbar werden.
Die verbleibenden Wochen bis zu diesem Zeitpunkt erzeugen hohe Erwartungen an mindestens einige Anzeichen des Fortschritts. Auch ein Hauch von Optimismus wäre bereits ein Gewinn.

