Regenfluten bedrohen Reisernte in Pakistans Punjab
Die jüngsten heftigen Regenfälle und Überschwemmungen haben etwa ein Fünftel der Reisernte in der pakistanischen Provinz Punjab beeinträchtigt. Diese Region liefert den Großteil der Produktion des viertgrößten Reisexporteurs weltweit. Schätzungen der Regierung Pakistans und der Rice Exporters Association zufolge dürften die Reis-Erträge dort in diesem Jahr um mehr als 9% sinken – das schwerste Hochwasser seit über drei Jahrzehnten hinterlässt deutliche Spuren.
Bereits über eine Million Acres Reisfelder wurden überflutet, von denen mehr als 370.000 Acres vollständig zerstört sind, was 15% der gesamten Anbaufläche für Reis im Land entspricht. Dieser Rückgang der Reisproduktion in Pakistan könnte die globalen Reispreise stützen, die seit ihrem Höchststand im Januar 2024 um über 40% gefallen sind.
Für die konkurrierenden Exporteure Indien, Vietnam und Thailand könnte dies eine spürbare Entlastung bedeuten. In der Provinz Punjab, die für 68% der gesamten jährlichen Getreideproduktion Pakistans verantwortlich ist, hat der außergewöhnlich starke Niederschlag weitreichende Folgen. Die monatelangen Extremwetterereignisse haben mehr als 1.000 Menschenleben gefordert und etwa 4 Millionen Menschen vertrieben.
Eine gemeinschaftliche Analyse unter anderem von Microsofts AI for Good Lab und NASA Harvest hat ermittelt, dass bereits 543.000 Acres Reisfelder überflutet wurden. Insgesamt beträgt die Anbaufläche für Reis in Punjab etwa 6,47 Millionen Acres.

