Rechtskonservativer Kandidat Nawrocki gewinnt polnische Präsidentschaftswahl
In Polen hat sich der rechtskonservative Kandidat Karol Nawrocki knapp in der Stichwahl zur Präsidentschaft durchgesetzt. Mit 50,89 Prozent der Stimmen konnte er seinen liberalen Kontrahenten Rafal Trzaskowski hinter sich lassen, der 49,11 Prozent der Stimmen erhielt. Diese Ergebnisse wurden von der Wahlkommission in Warschau nach der Auszählung aller Stimmen bekannt gegeben.
Von den insgesamt 29 Millionen Wahlberechtigten stimmten 10,60 Millionen für Nawrocki, während Trzaskowski 10,23 Millionen Stimmen erhielt. Der Vorsprung des neuen Präsidenten betrug somit nur 370.000 Stimmen, was die enge Auseinandersetzung um das höchste Staatsamt unterstreicht.
Eine bemerkenswert hohe Wahlbeteiligung von 71,63 Prozent zeigte das politische Engagement der polnischen Bevölkerung. Karol Nawrocki, der als unabhängiger Kandidat von der größten Oppositionspartei PiS unterstützt wurde, tritt die Nachfolge des amtierenden Präsidenten Andrzej Duda an.
Die politische Landschaft in Polen bleibt damit weiterhin spannend und polarisiert.

