So klappt die Rauchentwöhnung mit der E-Zigarette

125 000 Menschen – so viele Menschen sterben jährlich frühzeitig durch die Folgen des Rauchens in Deutschland. Das sind satte 13% aller Todesfälle. Und auch als Nichtraucher ist man einem gewissen Risiko ausgesetzt, wenn nahestehende Personen rauchen: 2000 Menschen sterben jährlich am Passivrauchen. Am besten wäre es also, mit dem Laster so schnell wie möglich aufzuhören.
Doch wie schafft man das? E-Zigaretten haben sich in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt und sind mittlerweile ein beliebtes Mittel zur Rauchentwöhnung. Wir zeigen, welche E-Zigarette sich zum Rauchausstieg eignet und welche Liquids man am besten verwenden sollte. Außerdem schauen wir uns die Unterschiede zwischen Rauch und Dampf bezüglich des Suchtpotentials an.
Die E-Zigarette als erfolgreichste Methode zur Rauchentwöhnung
Nikotinkaugummis, Pflaster, autogenes Training: Wer schon einmal mit dem Rauchen aufhören wollte, weiß, wie viele – meist erfolglose - Methoden zur Rauchentwöhnung es gibt.
Die E-Zigarette hat einen entscheidenden Vorteil: Liebgewonnene Alltagsgewohnheiten und Rituale, die mit dem Rauchen verbunden sind, müssen nicht aufgegeben werden. Wie gewohnt kann man zu bestimmten Anlässen weiterhin „eine rauchen“ und mit der E-Zigarette im wahrsten Sinne des Wortes "Dampf ablassen". Auch den geliebten Kaffee am Morgen kann man weiterhin mit einer E-Zigarette genießen.
Deshalb ist die E-Zigarette die derzeit am häufigsten genutzte Methode zur Rauchentwöhnung. Laut einer Studie des King´s College in London beträgt die 1-Jahres-Abstinenzrate mit E-Zigaretten 18 Prozent – im Vergleich zu 9,9 Prozent in der Nikotinersatzgruppe.
Welche E-Zigarette zum Rauchausstieg?
Als Einsteiger in die Welt der E-Zigaretten empfiehlt es sich, ein Gerät mit Schutzelektronik anzuschaffen. Damit werden Anwendungsfehler zuverlässig verhindert. Einfache, einteilige Einsteigergeräte haben den Vorteil, dass sie kompakt und einfach zu bedienen sind. Außerdem ist der Anschaffungspreis gering.
Allerdings muss man beachten, dass bei diesen Geräten die Stromkapazität recht gering ist. Der Akku ist nicht wechselbar und das Gerät muss also relativ häufig aufgeladen werden. Die meisten „Dampfer“, die Gefallen an E-Zigaretten gefunden haben, kaufen sich früher oder später größere Geräte. Zum Einstieg reicht aber ein Anfängergerät auf jeden Fall aus.
Welches Liquid eignet sich zur Rauchentwöhnung?
Als Dampfer hat man den großen Vorteil, eine E-Zigarette nicht „zu Ende“ rauchen zu müssen. Nach drei bis vier Zügen kann man die E-Zigarette wieder weglegen, wenn man seinen Nikotinspiegel erreicht hat. So nimmt man mit der E-Zigarette zwangsläufig weniger Nikotin zu sich. Deshalb kommen Umsteiger meist mit zwei Drittel der gewohnten Nikotinmenge aus.
Wie viel Nikotin?
Starke Raucher, die 30 Tabakzigaretten oder mehr konsumieren, brauchen als Dampfer in der Regel eine tägliche Gesamtmenge Nikotin von 80 mg im Liquid der E-Zigarette. Deshalb sollten Backendampfer am besten ein Liquid mit 18 mg und Lungendampfer mit 6 mg Nikotin pro Milliliter wählen.
Für mäßige Raucher reichen Liquids mit 9 bis 12 mg Nikotin pro Milliliter (Backendampfer) bzw. mit 3 mg Nikotin pro Milliliter (Lungendampfer). Gelegenheitsraucher sollten versuchen, ganz ohne Nikotin auszukommen.
Unterschiede zwischen Rauch und Dampf suchtbezogen
Zigarettensucht ist mehr als die Sucht nach Nikotin. Auch das Inhalieren und das Lebensgefühl sind Teil dieser Sucht. Daher ist der Umstieg auf die E-Zigarette ein einfacherer Weg als eine Rauchentwöhnung über Nikotinpflaster oder -kaugummis zu machen.
Beim Verdampfen des Liquids in einer E-Zigarette wird Dampf anstatt Rauch inhaliert. Das schmeckt natürlich ein wenig anders als bei einer Tabakzigarette. Und es gibt auch noch einen weiteren Unterschied: Nikotin hat bei Tabakzigaretten eine extrem hohe Anflutgeschwindigkeit von nur 10 Sekunden: so lange dauert es, bis das Nikotin vom Gehirn aufgenommen wird. Entsprechend hoch ist der Kick.
Auch bei der E-Zigarette gibt es diesen Kick, allerdings fällt er deutlich geringer aus. Man geht davon aus, dass der Körper das Nikotin aus Dampf nicht so schnell rezipieren kann wie aus Rauch.
Fazit
Eine E-Zigarette kann die Rauchentwöhnung etwas einfacher gestalten, weil Gewohnheiten und Rituale im Alltag beibehalten werden können.

