Rätselhafter Drohnenabsturz in Polen: Ermittlungen laufen auf Hochtouren
In einem unvorhergesehenen Zwischenfall ist im Osten Polens eine Drohne in ein Maisfeld gestürzt und explodiert. Bei einer Pressekonferenz vor Ort informierte der zuständige Staatsanwalt darüber, dass es sich um ein militärisches Flugobjekt handeln könnte, da die Überreste auf den Einsatz von Sprengstoff hindeuten. Eine zivile Nutzung durch Schmuggler wird bislang ausgeschlossen, jedoch ist die Herkunft der Drohne weiterhin unklar.
Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz wies zuvor darauf hin, dass das Flugobjekt möglicherweise keine militärischen Merkmale aufwies und auch einem Schmugglervorhaben entstammen könnte. Gleichzeitig verwies er auf die Möglichkeit eines geplanten Sabotageaktes. Die Drohne schlug in der Nähe des Dorfes Osiny ein, das sich etwa hundert Kilometer südöstlich von Warschau befindet.
Der Vorfall rief die örtliche Polizei und das Militär auf den Plan, die das Gebiet nach weiteren Spuren absuchen. Der Aufschlag hinterließ einen etwa sechsmeterbreiten und halbmeterhohen Krater. Eine Explosion in der Luft oder am Boden konnte bisher nicht eindeutig festgestellt werden. Der Einschlagsort befindet sich in relativer Nähe zur ukrainischen und belarussischen Grenze, was die Spannungen in der Region erhöht. Bereits im vergangenen Jahr wurde Polen durch einen Raketenabsturz an der Grenze zur Ukraine erschüttert, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen.

