Rätselhafte Brandstiftung hat Berlins Stromnetz im Visier

In einem mysteriösen Fall von mutmaßlicher Sabotage kam es im Südwesten Berlins zur Unterbrechung der Stromversorgung, während die Kriminalpolizei intensiv ermittelt und den Einsatzort unter die Lupe nimmt. Eine Brandstiftung an zentralen Starkstromkabeln nahe des Teltowkanals wird als Ursache vermutet. Techniker haben das betreffende Gebäude, über dem die Kabelbrücke vom Kraftwerk Lichterfelde verläuft, gründlich untersucht.
Um ein ganzheitliches Bild des Geschehens zu erhalten, ließ die Polizei Drohnenaufnahmen des Tatortes und seiner Umgebung anfertigen. Ob die forensischen Untersuchungen ausgedehnt werden und der Bereich bis in den Abend unter Beleuchtung stehen wird, bleibt vorerst unklar.
Während Hinweise aus der Bevölkerung über verdächtige Beobachtungen erbeten werden, bleibt die Frage nach einem politischen Motiv offen. Sollte sich der Verdacht einer extremistischen Tat erhärten, könnte das Landeskriminalamt samt Staatsschutz die Ermittlungen an sich ziehen, wie ein Polizeisprecher erklärte.
Bereits im September hatten Linksextremisten mit einem Brandanschlag auf überirdische Starkstromkabel in Treptow-Köpenick für einen großflächigen Stromausfall gesorgt. Ein entsprechendes Bekennerschreiben wurde von den Ermittlungsbehörden bestätigt und als authentisch eingestuft.

