Quantencomputer vs. Bitcoin: Warum 2026 ein normales Jahr wird

Grayscale prognostiziert, dass 2026 langfristige strukturelle Veränderungen im Bereich digitaler Vermögenswerte beschleunigen wird, ausgelöst durch makroökonomische Druckfaktoren und klarere Regulierung.
Das Unternehmen hat jedoch zwei prominente Themen skizziert, von denen es nicht erwartet, dass sie die Krypto-Marktperformance 2026 wesentlich beeinflussen werden: Risiken durch Quantencomputing und der Aufstieg von Digital Asset Treasuries (DATs).
Quantenrisiken und DATs werden die Märkte nicht bewegen
Während Bedenken hinsichtlich des Quantencomputings häufig aufkommen, argumentierte Grayscale in seinem jüngsten Bericht mit dem Titel „2026 Digital Asset Outlook“, dass die Bedrohung aus Marktperspektive in weiter Ferne liegt.
Obwohl ausreichend leistungsstarke Quantenrechner theoretisch die bestehende Kryptografie gefährden könnten, deuten Schätzungen von Experten darauf hin, dass solche Fähigkeiten vor 2030 unwahrscheinlich sind. Daher könnte die Forschung zur Post-Quanten-Kryptografie und Netzwerkvorbereitung im nächsten Jahr beschleunigt werden, aber Grayscale erwartet nicht, dass diese Bemühungen die Krypto-Bewertungen in naher Zukunft wesentlich beeinflussen werden.
Das Unternehmen nimmt eine ebenso ausgewogene Sichtweise auf DATs ein, trotz ihrer wachsenden Medienaufmerksamkeit. Unternehmensbilanzstrategien, die Krypto-Vermögenswerte halten, haben sich 2025 rasch ausgeweitet, doch die Nachfrage hat seitdem abgekühlt, und viele DATs handeln nun nahe ihrem Nettoinventarwert. Wichtig ist, dass die meisten leicht fremdfinanziert sind und bei Abschwüngen keine Zwangsverkäufe auslösen werden.
Der Vermögensverwalter erwartet, dass sich DATs mehr wie geschlossene Fonds verhalten werden, was sie zu einem dauerhaften, aber weitgehend neutralen Faktor für die Kryptomärkte im Jahr 2026 macht.
Neues Allzeithoch im Jahr 2026?
Auf der Preisseite hat Grayscale seinen optimistischen Ausblick auf Bitcoin bekräftigt und prognostiziert, dass es wahrscheinlich in der ersten Jahreshälfte ein neues Allzeithoch erreichen wird, auch wenn der Markt mit kurzfristiger Schwäche zu kämpfen hat. Laut dem Vermögensverwalter befindet sich die breitere Klasse digitaler Vermögenswerte weiterhin in einem Bullenmarkt, und 2026 wird voraussichtlich das Ende des traditionellen Vierjahreszyklus markieren, was steigende Bewertungen in allen Sektoren mit sich bringen könnte.
Grayscales Optimismus stützt sich auf zwei zentrale Säulen. Die erste ist die wachsende makroökonomische Nachfrage nach alternativen Wertspeichern, da hohe und steigende öffentliche Schulden langfristige Risiken für Fiat-Währungen erhöhen. In diesem Umfeld werden knappe digitale Rohstoffe wie Bitcoin und Ethereum zunehmend als Portfolioabsicherungen gegen eine mögliche Währungsabwertung angesehen.
Zweitens führt verbesserte regulatorische Klarheit zur Freisetzung institutionellen Kapitals. Einige der wichtigen Meilensteine, darunter Grayscales juristischer Sieg gegen die SEC, die Einführung von Spot-Bitcoin- und Ether-ETPs, sowie die Verabschiedung von Stablecoin-Gesetzen, haben die Unsicherheit für Investoren reduziert.
Mit Blick nach vorne erwartet das Unternehmen weitere parteiübergreifende Gesetze zur Marktstruktur von Kryptowährungen, die die Einbettung blockchain-basierter Finanzen in die US-Kapitalmärkte fest verankern und höhere Bitcoin-Preise unterstützen könnten.

