PVA Tepla überrascht mit Gewinnwarnung: Analysten sehen Chancen
Anleger von PVA Tepla, die sich in der Regel über Kurssteigerungen freuen, mussten am Freitag einen Rückschlag verkraften. Aufgrund handelspolitischer Unsicherheiten sah sich das im SDax notierte Unternehmen gezwungen, seine Jahresziele zu senken. Die Aktienkurse erlitten zunächst einen Einbruch von fast 19 Prozent, bevor sich die Lage am Markt beruhigte, da klar wurde, dass sich die Aufträge nur ins nächste Jahr verschieben werden. Das Minus zum Handelsschluss betrug dann lediglich 2,3 Prozent, was unter anderem ermutigenden Analysen zu verdanken war.
Das Unternehmen hat angekündigt, dass weitere Verzögerungen bei Projekten erwartet werden. Dadurch werden Teile des Umsatzes des laufenden Jahres ins nächste Jahr verlagert. Für das Jahr 2025 rechnet PVA Tepla nun mit einem Umsatz von 235 bis 255 Millionen Euro, was eine Reduzierung um 25 Millionen Euro an beiden Enden der Zielspanne bedeutet. Ebenso wurde das Ziel für den operativen Gewinn (Ebitda) nach unten korrigiert, und es wurden Eckdaten für das dritte Quartal präsentiert.
Analyst Constantin Hesse von Jefferies Research bewertet die Entwicklung als unerwartet und enttäuschend, sieht jedoch in der entstandenen Kursschwäche eine günstige Einstiegsmöglichkeit. Er betont, dass keines der Projekte kurz vor der Stornierung steht und die Auftragslage bei PVA Tepla weiterhin robust ist. Hesse spricht eine Kaufempfehlung für die Aktie aus und setzt das Kursziel bei 37 Euro, was auf ein Gewinnpotential von fast einem Drittel hindeutet.
Trotz der aktuellen Verluste hat sich der Wert der PVA Tepla-Aktien im Jahresverlauf mit einem Kurs von 28,44 Euro mehr als verdoppelt. Mit einem Jahresplus von knapp 120 Prozent zählen die Papiere weiterhin zu den drei besten Werten im SDax.

