Putin und Selenskyj: Wieder Annäherungsversuche auf diplomatischer Bühne
In einem überraschenden Schritt hat Wladimir Putin, der Präsident der Russischen Föderation, seine Bereitschaft zu einem direkten Treffen mit dem ukrainischen Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj signalisiert. Dies jedoch unter der Bedingung, dass solche Gespräche sorgfältig vorbereitet seien, um echte Fortschritte zu erzielen. Selenskyj könnte, so Putin, nach Moskau reisen, sollte die Aussicht auf ein substantielles Ergebnis bestehen. Diese Statements erfolgten auf einer Pressekonferenz im Rahmen von Putins jüngstem Aufenthalt in Peking.
Entsprechend reagierte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X und betonte, dass es mindestens sieben Länder gebe, die sich für ein mögliches Treffen der beiden Staatschefs als Gastgeber angeboten haben. Selenskyj sei entschlossen, sofort in eines dieser Länder zu reisen, um Gespräche zu führen. Allerdings kritisierte Sybiha die „unannehmbaren Vorschläge“ Putins als Hinhaltetaktik.
Während Selenskyj stets ein persönliches Treffen mit Putin forderte, um einen Waffenstillstand zu besprechen, stellt Putin seinerseits die Legitimität Selenskyjs aufgrund der im Vorjahr abgelaufenen Amtszeit infrage. Er fordert, dass die Befugnisse durch Wahlen neu legitimiert werden. Die Ukraine hingegen verweist auf die Verfassung, die eine Verlängerung der Amtsbefugnisse unter Kriegsrecht vorsieht.
In einer bemerkenswerten Bemerkung erwähnte Putin auch Gespräche mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump über die Möglichkeit eines Treffens. Putin bekräftigte, dass, wenn Selenskyj bereit sei, eine solche Zusammenkunft durchaus realisierbar sei.
Die Forderung Moskaus nach einem Gebietsverzicht der Ukraine, um Frieden zu schließen, trifft bei Selenskyj auf strikte Ablehnung, da die ukrainische Verfassung solche Eingeständnisse nicht erlaube. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hält unvermindert seit über dreieinhalb Jahren an.

