Putin setzt auf digitale Abschottung: Russland dreht den Hahn für westliche IT-Dienste zu
Russlands Präsident Wladimir Putin kündigt drastische Schritte gegen westliche IT-Dienste an, die sich aus dem russischen Markt zurückgezogen haben. Bei einem Treffen mit führenden Unternehmern des Landes erklärte Putin selbstbewusst, dass er diese Anbieter "drosseln" werde. Dies sei eine notwendige Reaktion auf Versuche des Westens, Russland aus wirtschaftlicher Sicht zu strangulieren.
Gleichzeitig versicherte er weiteren Branchen Unterstützung durch protektionistische Maßnahmen. Den Hintergrund dieser Maßnahmen bildet die Klage von russischen IT-Managern, die von erheblichen finanziellen Schäden aufgrund der Nutzung westlicher Dienste wie Zoom oder Microsoft berichten. Die Abhängigkeit von diesen Plattformen sei unvermindert hoch, was sich negativ auf die russische Technologiebranche auswirke.
Putin stellte fest, dass die Bevölkerung von diesen "schlechten Angewohnheiten" befreit werden müsse. Auch ausländische virtuelle Handelsplattformen kritisierte er scharf und bezeichnete sie als Einfallstor für nicht kontrollierbare Einfuhren. Bereits in der Vergangenheit hat Russland die Geschwindigkeit ausländischer Internetdienste erheblich reduziert, was Dienste wie YouTube praktisch unbrauchbar machte.
Eigenständige Plattformen wie RUTube werden gefördert, um Alternativen im Land zu schaffen. Dienste von Facebook und Instagram sind unterdessen aus politischen Gründen bereits seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts gesperrt. Eine Vielzahl großer VPN-Anbieter wurde ebenfalls blockiert, um den Informationsfluss im Netz unter staatlicher Kontrolle zu halten.

