Putin gibt Europa die Schuld und kündigt Gegenmaßnahmen an
Russlands Präsident Wladimir Putin hat Europa für das Fortbestehen des Krieges in der Ukraine verantwortlich gemacht, den er selbst angeordnet hat. Während eines Auftritts beim politischen Diskussionsklub Waldai erklärte Putin, dass zahlreiche Länder versucht hätten, eine friedliche Lösung herbeizuführen. Dennoch seien die europäischen Nationen mit ihrer Politik der ständigen Eskalation verantwortlich dafür, dass ein Frieden bislang ausblieb.
In den Vereinigten Staaten hatte der ehemalige Präsident Donald Trump ebenfalls versucht, eine diplomatische Lösung auszuhandeln. Nach mehreren Monaten der Verhandlungen zeigte sich Trump enttäuscht über Putins Verhalten, der seiner Meinung nach den Krieg hätte beenden können, wenn er es gewollt hätte. Bisher hat Russland jedoch kein Interesse an einem Entgegenkommen in den Verhandlungen mit der Ukraine gezeigt und besteht weiterhin auf Maximalforderungen. Diese beinhalten unter anderem, dass die Ukraine auf einen Nato-Beitritt sowie auf bestimmte Gebiete verzichten soll.
Mit Blick auf die wachsende Aufrüstung der europäischen Staaten kündigte Putin an, dass Russland entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen werde. Besonders aufmerksam verfolge man die Bestrebungen Deutschlands, die Bundeswehr zur stärksten Armee Europas auszubauen. Putin versicherte, dass niemand daran zweifeln solle, dass russische Reaktionen nicht lange auf sich warten lassen werden. Konkrete Maßnahmen nannte er allerdings nicht.

