Putin beobachtet Grönland-Debatte entspannt aus der Ferne
In einer kürzlich abgehaltenen Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Moskau machte der russische Präsident Wladimir Putin deutlich, dass Russland sich aus den Spannungen um Grönland heraushalten möchte. "Das betrifft uns nicht", kommentierte er zu den aktuellen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Dänemark und überließ es beiden Nationen, selbst eine Lösung zu finden. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Besorgnis über eine vermeintliche Bedrohung Grönlands durch Russland oder China geäußert und seine territorialen Ansprüche entsprechend gerechtfertigt.
Interessanterweise erinnerte Putin an die historische Erfahrung Russlands mit dem Verkauf arktischer Gebiete an die USA. Er verwies auf den Verkauf Alaskas im Jahr 1863 für 7,2 Millionen Dollar und führte aus, dass dieser Betrag, inflationsbereinigt, heute etwa 158 Millionen Dollar entsprechen würde. Für Moskau bietet der Konflikt um Grönland eine gewisse politische Gelassenheit, da der angespannte Westen in seiner Unterstützung für die Ukraine weiter gespalten werden könnte. Zudem findet Russland Trumps Sicherheitsargument für den Erwerb Grönlands verwandt mit seinen eigenen Annexionen, wie die der Krim-Halbinsel im Jahr 2014.
Putin nahm darüber hinaus Stellung zu internationalen Friedensbemühungen. Im Kontext des von Trump initiierten sogenannten Friedensrats signalisierte er die Bereitschaft, die von Trump geforderte Milliarde Dollar Beitrittsgebühr zu leisten—aber nur aus in den USA festliegenden russischen Geldern. Ein solcher Schritt würde nicht nur symbolischen Charakter tragen, sondern könnte auch als Angebot interpretiert werden, friedensstiftende Maßnahmen im Kriegsgebiet Ukraine zu unterstützen. Er bestätigte in diesem Rahmen ein bevorstehendes Treffen mit Trumps Unterhändler Steve Witkoff.

