Putin bekräftigt Ablehnung ausländischer Truppen in der Ukraine
Während des Wirtschaftsforums in Wladiwostok unterstrich Kremlchef Wladimir Putin erneut seine vehemente Ablehnung einer Präsenz von Nato-Truppen auf ukrainischem Boden. Nach seiner Ansicht sei bei einer langfristigen Friedensvereinbarung keine Stationierung ausländischer Streitkräfte nötig. Putin reagierte damit auf Überlegungen westlicher Länder zur Entsendung von Truppen nach einem Ende des Krieges, indem er betonte, dass im Falle einer Stationierung während der laufenden Kampfhandlungen jene Einheiten zu legitimen Zielen würden. Bereits bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris hatten westliche Staaten über die Bereitstellung von Sicherheitsgarantien für die Ukraine beraten.
Im Gespräch sind vor allem Ausbildungsmissionen anstatt traditioneller Friedenstruppen. Diese Pläne stoßen bei Moskau auf Widerstand, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, da sie als Bedrohung Russlands angesehen werden.
Peskow unterstrich, dass die Erweiterung der Nato gen Osten eine der Ursachen für den anhaltenden Konflikt darstelle. Die Diskussion um Sicherheitsgarantien betrifft jedoch nicht nur die Ukraine. Auch Russland sieht sich in seiner Sicherheit bedroht. Die von Moskau verfolgte Strategie zielt darauf ab, eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine zu verhindern.
Ein Dialog zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wird von Putin selbst kritisch betrachtet, da er die rechtlichen Befugnisse Selenskyjs bezweifelt. Während Selenskyj ein Treffen in Moskau ablehnt, zeigte sich Putin bereit, ihn in der russischen Hauptstadt zu empfangen. Kiew verweist jedoch auf mögliche Alternativen für einen Gipfel in neutralen Ländern.

