PS6 wird wohl kein „echtes“ RDNA5-Monster – Hybrid-Gerücht sorgt für Diskussionen
Bisher gab es nicht viele offizielle Worte über den PlayStation 5-Nachfolger, doch nach dem Release-Gerücht kam gleich der Technik-Leak. Wird die PlayStation 6 wirklich das volle RDNA5-Paket bekommen? Ein bekannter Hardware-Leaker sorgt jetzt für Ernüchterung und neue Spekulationen. Im NeoGAF-Forum hat sich KeplerL2, einer der bekanntesten AMD-Insider, zur Grafikarchitektur der kommenden PlayStation geäußert. Seine Aussage: Die PS6 wird offenbar nicht vollständig auf RDNA5 basieren.
Das klingt zunächst technisch, hat aber enorme Auswirkungen.
Zur Erinnerung: Die PlayStation 5 basiert im Kern auf einer stark angepassten RDNA1-Architektur mit Raytracing-Erweiterungen. Viele Features wurden speziell von PlayStation-Architekt Mark Cerny und seinem Team modifiziert. KeplerL2 schreibt sinngemäß über die nächste Sony-Konsole: „Die PS5 ist im Grunde RDNA1 mit Raytracing. Und die PS6 basiert übrigens auch nicht vollständig auf RDNA5.“
Das bedeutet? Sony könnte erneut eine Hybrid-GPU-Architektur nutzen, also Features aus verschiedenen RDNA-Generationen kombinieren. Für Technik-Fans, die auf einen „reinen“ RDNA5-Sprung gehofft haben, ist das eine kleine Enttäuschung.
PlayStation 6 mit 30 GB GDDR7? – Speicher-Leak sorgt für Aufsehen
Neben der Architektur nennt der Leaker auch mögliche Speicher-Spezifikationen:
- 30 GB GDDR7 für die PS6
- 24 GB LPDDR5X für eine angebliche Handheld-Version
Sollte das stimmen, wäre das ein deutlicher Schritt nach vorne, vor allem beim Speicherbandbreiten-Thema. Zum Vergleich: Die PS5 verfügt über 16 GB GDDR6. Also würden 30 GB GDDR7 würde nicht nur höhere Auflösungen ermöglichen, sondern auch komplexere Raytracing-Szenarien und größere offene Welten mit weniger Streaming-Limits. Das wäre enorm. Hätte wahrscheinlich auch einen enormen Preis, bei der aktuellen Lage.
Warum sollte Sony nicht einfach komplett auf RDNA5 setzen?
Die möglichen Gründe liegen auf der Hand:
- Kostenkontrolle – Vollständige High-End-Architekturen treiben Preise massiv nach oben.
- Energieeffizienz – Konsolen müssen kühl und leise bleiben. Spielekonsolen sind keine High-End-Gaming-PCs mit Gehäusen die so groß wie sechs PS5-Konsolen sind.
- Optimierungen statt purer Rohleistung – Sony setzt traditionell stark auf maßgeschneiderte Lösungen. Alles andere würde auch zu sehr ins Geld gehen. Eine Spielekonsole um 2000 Euro wird nicht oft verkauft.
- Abwärtskompatibilität – Hybrid-Designs könnten helfen, ältere Architekturelemente weiterzuführen. Und die Abwärtskompatibilität ist dank der PlayStation-Kollegen von Xbox nun auch PlayStation (und Nintendo) wichtig.
Ein reines RDNA5-System würde zwar auf dem Papier beeindrucken – aber vielleicht nicht zu Sonys Strategie passen.
Kommt wirklich eine PlayStation-Handheld?
Das PlayStation-Handheld-Gerücht hält sich hartnäckig. Berichten zufolge arbeitet Sony weiterhin an einer tragbaren Konsole, die andockbar sein könnte, ähnlich dem Konzept der Nintendo Switch (2). Der angebliche 24-GB-LPDDR5X-Speicher würde das Gerät technisch auf ein überraschend hohes Niveau heben, vergleichbar mit High-End-Handheld-PCs wie der ROG Ally X.
Allerdings (und das ist ganz wichtig): Noch ist nichts offiziell bestätigt. Aktuell bleibt alles Spekulation. KeplerL2 hat in der Vergangenheit mehrfach korrekte AMD-Informationen geliefert, doch selbst bei ihm gilt: Ohne offizielle Bestätigung bleibt es ein Leak.


