Prozess um Meta und mögliche Zerschlagung von Instagram und WhatsApp beginnt
Meta, der Mutterkonzern von Facebook, steht aktuell vor einem bedeutenden Rechtsstreit in Washington, der Einfluss auf die Struktur des Tech-Giganten nehmen könnte. Der Vorwurf der US-Handelsaufsichtsbehörde FTC lautet, dass Meta die Übernahmen von WhatsApp und Instagram dazu nutzte, um seine marktbeherrschende Stellung rechtswidrig zu sichern. Die FTC fordert nun Schritte, die bis zur möglichen Rückabwicklung dieser Akquisitionen reichen können.
Das Unternehmen Meta, das vehement gegen diese Vorwürfe argumentiert und auf einen intensiven Wettbewerb mit Plattformen wie Tiktok hinweist, sieht einer mehrwöchigen Gerichtsverhandlung entgegen. Unabhängig vom Ausgang könnte sich dieser Fall über Jahre hinziehen, da Berufungen wahrscheinlich sind. Das Verfahren wird von Richter James Boasberg geführt, der bestimmte Zeugen aus Gründen des Schutzes von Geschäftsgeheimnissen hinter verschlossenen Türen anhören lassen wird. Zu den prominenten Zeugen gehören Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sowie der Mitgründer von Instagram, Kevin Systrom.
Diese Klage nahm ihren Anfang noch während Donald Trumps erster Amtszeit und wurde im Dezember 2020 eingereicht. Die damals als politisches Druckmittel wahrgenommene Anklage wurde beim ersten Anlauf vom Gericht zurückgewiesen, da der Monopolvorwurf nicht ausreichend untermauert war. Unter Präsident Joe Biden setzte die FTC die Klage jedoch fort und untermauerte sie mit umfangreichen Daten. So wird angeführt, dass Facebook von 2016 bis 2020 einen hohen Marktanteil bei den täglich aktiven Nutzern hatte.
Ein zentraler Punkt im Verfahren ist die Frage, ob die Qualität von Metas Diensten im Laufe der Zeit unter dem schwächeren Wettbewerb gelitten hat. Seitens Meta betont man hingegen, dass die Übernahmen positiv für die Nutzer und den Wettbewerb waren. Spannend bleibt auch der Kontext zu Donald Trump, dem Meta-Chef Zuckerberg zuletzt näher gerückt sein könnte, was das Verfahren beeinflussen könnte.

