Project Helix soll 25 Prozent schneller aber teurer sein als die PS6
Die Konsolenrivalität zwischen Xbox und PlayStation bekommt mit jedem neuen Gerücht schärfere Konturen. Nachdem Microsoft Project Helix offiziell als Codenamen der nächsten Xbox-Generation bestätigt hat, liegen nun erstmals detaillierte Vergleichsdaten zur Hardware beider kommender Konsolen auf dem Tisch – und die Unterschiede sind größer, als viele erwartet hätten. Was das für den Preis, die Leistung und den Erscheinungstermin bedeutet, lässt aufhorchen.
Magnus gegen Orion: Zwei sehr unterschiedliche Chip-Architekturen
Der Kern des Hardwarevergleichs dreht sich um die verbauten Prozessoren. Die PS6 soll auf den AMD-Chip namens Orion setzen, der mit einer Fläche von 280 Quadratmillimetern auf TSMCs Drei-Nanometer-Prozess gefertigt wird. Project Helix hingegen greift auf den deutlich größeren Magnus-Chip zurück, der durch die Kombination eines 144 Quadratmillimeter großen Hauptprozessors und einer 264 Quadratmillimeter großen GPU auf insgesamt 408 Quadratmillimeter kommt. Diese Größe hat unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen: Ein größerer Chip ist teurer in der Herstellung, was Project Helix aller Voraussicht nach zu einer kostspieligeren Konsole machen wird als die PS6. Wie groß der Preisunterschied am Ende ausfallen wird, steht noch nicht fest.
Grafikleistung, Rechenkerne und ein klarer Leistungsvorsprung auf dem Papier
Bei den Grafikeinheiten bietet die PS6 54 RDNA-5-Recheneinheiten, Project Helix hingegen 68 – ein merklicher Unterschied. Beim Prozessor setzt Sony auf acht Zen-6c-Kerne kombiniert mit zwei stromsparenden Zen-6-Kernen, die eigens für das Betriebssystem reserviert sind. Dieses Konzept soll laut Berichten rund 20 Prozent mehr Rechenleistung für Spiele freigeben als beim PS5-Prozessor, der keine dedizierten Betriebssystem-Kerne besaß. Magnus in Project Helix verzichtet auf Low-Power-Kerne, kombiniert aber bis zu drei Zen-6-Kerne mit acht Zen-6c-Kernen. In der Gesamtbilanz soll Project Helix auf dem Papier rund 25 Prozent schneller sein als die PS6. Für die PS6 werden Taktfrequenzen von drei Gigahertz angepeilt, was in etwa 40 Teraflops Grafikleistung ergibt – das wäre dreifache Rasterisierungsleistung und bis zu zwölffache Raytracing-Kapazität gegenüber der PS5. Wie sich dieser Papiervorsprung von Project Helix in der Praxis niederschlägt, bleibt abzuwarten, denn Rohzahlen und reales Spielerlebnis klaffen in dieser Branche bisweilen deutlich auseinander.
Der Speichermangel und warum Sony den Release trotzdem durchzieht
Ein Faktor, der beiden Herstellern derzeit Kopfzerbrechen bereitet, ist die weltweite Knappheit bei Arbeitsspeicher-Komponenten sowie die damit einhergehenden gestiegenen RAM-Preise. Dennoch gilt eine Verschiebung der PS6 auf das Jahr 2029 laut Analysteneinschätzungen als unwahrscheinlich. Zur Begründung wird auf eine vergleichbare Situation während der pandemiebedingten Lieferkettenprobleme verwiesen, die Sony damals ebenfalls gemeistert hat. Quellen aus dem Halbleiterumfeld gehen davon aus, dass sich die Speichersituation bis Ende dieses Jahres spürbar verbessern wird – und bis Ende des nächsten Jahres erheblich entspannt sein soll. Die endgültige Entscheidung über den PS6-Starttermin dürfte Anfang 2027 fallen, kurz bevor die Produktion bei TSMC anlaufen würde. Sony hält demnach am anvisierten Startfenster 2027 fest, eine leichte Verschiebung auf Anfang 2028 gilt als möglich, gilt aber nicht als Planungsziel.
Was ist dir bei der nächsten Konsolengeneration wichtiger – rohe Hardware-Überlegenheit wie bei Project Helix oder ein günstigerer Einstiegspreis wie ihn die PS6 bieten könnte? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

