Proaktive Impulse: Fortschritte in den US-chinesischen Handelsgesprächen
Nach intensiven Verhandlungen in London verließ US-Finanzminister Scott Bessent die Gespräche mit den chinesischen Delegationen, um vor dem US-Kongress auszusagen. Dennoch bleiben die Gespräche mit hoher Intensität unter der Leitung von Handelsminister Howard Lutnick und Handelsbeauftragtem Jamieson Greer in vollem Gange, um entscheidende Details über den Handel mit Technologie und Industriegütern zu klären und den bestehenden Handelskonflikt zu entschärfen.
Besonders verfolgt werden diese Verhandlungen von den Finanzmärkten, da sie das Potential haben, die bestehenden Zölle neu zu bewerten, die erst kürzlich in Genf neu verhandelt wurden. Ein vorrangiges Ziel dieser Woche ist die Sicherung größerer Liefermengen seltener Erden von China, was als Reaktion auf die Vorwürfe der USA erfolgt, dass Peking zu langsam in der Umsetzung war.
Im Gegenzug zeigt sich die Trump-Administration bereit, kürzlich erlassene Beschränkungen aufzuheben, die die Technologie- und Industriesektoren betreffen, darunter Software für Chipdesigns und Flugzeugtriebwerkteile. Diese Maßnahmen wurden als Antwort auf erhöhte Spannungen kürzlich eingeführt, doch eine mögliche Lockerung könnte als erheblicher politischer Vorteil für China gewertet werden.
Während die Gespräche weitergehen, arbeitet die Trump-Delegation auch daran, bilaterale Handelsabkommen mit anderen wichtigen Partnern wie Indien und Japan abzuschließen, um den bevorstehenden Anstieg der Reziproktarife zu umgehen. Parallel forderte Chinas Staatspräsident Xi Jinping in einem Gespräch mit Südkoreas neu gewähltem Präsidenten Lee Jae-myung dazu auf, die multilaterale Zusammenarbeit und den freien Handel zu stärken.
Aktuell bleibt offen, welche konkreten Fortschritte erzielt werden, doch die Zeichen stehen gut, dass beide großen Volkswirtschaften auf eine Lösung hinsteuern, die Stabilität und Sicherheit in den globalen Lieferketten fördert.

