Privatinvestoren planen Ausstieg aus Kenias Süßwarenriesen Kenafric
Zwei namhafte Private-Equity-Unternehmen haben die Nedbank Group beauftragt, ihre Anteile an Ostafrikas größte Süßwarenhersteller, der mit über 100 Millionen US-Dollar bewertet wird, zum Verkauf anzubieten. Die Unternehmen, Amethis unterstützt von Edmond de Rothschild Holding und Südafrikas Metier Private Equity, erwägen den Rückzug aus Kenafric Industries, wie aus gut informierten Kreisen zu vernehmen ist.
Auch die Gründerfamilie Shah denkt darüber nach, ihre Anteile zu reduzieren, während das in Kenia ansässige I&M Burbridge Capital den Unternehmensverkauf beratend begleitet. Kenafric sowie Nedbank verweigerten einen Kommentar, während Metier seine Position überdenkt, was zu einem möglichen Ausstieg führen könnte. Amethis hat auf Anfragen keine Stellungnahme abgegeben.
Kenafric wurde 1987 ursprünglich als Schuhhersteller gegründet und hat sich seitdem in den Bereichen Süßwaren, Getränke, Schreibwaren und Gewürze breit aufgestellt, mit Präsenz in mehreren ostafrikanischen Ländern. Die stetig wachsende, junge Bevölkerung der Region fördert die Nachfrage nach Kenafrics erschwinglichen Produkten, da importierte Süßwaren oft kostspielig sind.
Als größter Hersteller von Kaugummi in der Region mit monatlichen Verkaufszahlen von über 40 Millionen Stück plant Kenafric eine Expansion nach Sambia und andere Märkte. Im Jahr 2022 ging Kenafric eine Partnerschaft mit dem indischen Keksmarktführer Britannia Industries ein, um die Geschäfte in Kenia voranzutreiben.
Das Unternehmen hat ein eigenes Vertriebsnetzwerk aufgebaut, das sowohl informelle Händler als auch entstehende Mini-Märkte mit einem Fuhrpark von 200 Motorrädern bedient, um insgesamt 40.000 Einzelhandelsstandorte zu erreichen.

