Private Altersvorsorge: Fünf Fehler, die Sparer besser vermeiden

Bis 2030 wird das Rentenniveau auf 43 Prozent des letzten Nettogehalts sinken. Trotzdem verdrängen viele Deutsche, dass private Altersvorsorge wichtiger ist denn je. Oder sie begehen dabei Fehler, die sich leicht vermeiden lassen.
Fehler 1: Zu spät mit dem Sparen beginnen
Wer jung ist und ins Berufsleben startet, genießt erst einmal das Leben. Später stehen dann Familie und Karriere im Fokus – es gibt immer etwas, das wichtiger ist als das Nachdenken über Renten- oder Aktienfonds für die private Vorsorge.
Doch das ist fatal, denn: Wer zu spät mit dem Sparen anfängt, bringt sich um die positive Wirkung des Zinseszins-Effekts: Werden Zinserträge aus einem Sparguthaben gleich wieder darin angelegt, wächst es schneller an. Bei der nächsten Ausschüttung von Zinsen steigert der erhöhte Betrag den Zinsgewinn – den Sparer am besten erneut ins Guthaben stecken. Je früher also mit der Vorsorge begonnen wird, desto länger kann sich das Kapital vergrößern und die Zinserträge steigern. Anlageformen mit attraktivem Zinseszins-Effekt sind offene Immobilienfonds und Aktienfonds.
Fehler 2: Darauf setzen, dass die gesetzliche Rente reicht
Wer sich allein auf die gesetzliche Rente verlässt, dem droht Altersarmut. Gerade junge Beitragszahler müssen heute privat vorsorgen, um ihren Lebensstandard im Rentenalter halten zu können. Die Rentenlücke zeigt, wie groß das Minus ist: Sie bezeichnet die Differenz zwischen dem letzten Nettogehalt und der ersten Rentenzahlung. Als Minimalwert für eine ausreichende Versorgung als Ruheständler werden zwei Drittel des letzten Nettoeinkommens angenommen. Einen Rechner zum Ermitteln der Rentenlücke gibt es hier.
Wer die Rentenlücke durch private Altersversorgung schließen möchte, kann einen Termin beim Kundenberater seiner Bank machen. Als Alternativen kommen unabhängige Finanzberater oder Finanzdienstleistungsunternehmen wie MLP, die Postbank Finanzberatung oder tecis infrage. Der Finanzdienstleister tecis hat sich auf die Bedürfnisse jüngerer Arbeitnehmer spezialisiert und ausgewählte Finanzprodukte für die Altersvorsorge in seinem Angebotsportfolio. tecis setzt dabei auf mobiles Multibanking mit Onlinedepots.
Fehler 3: Einen großen Bogen um Aktien machen
Für viele Verbraucher ist der Kapitalmarkt ein Buch mit sieben Siegeln. Das ist schade, denn in Zeiten der Niedrigzinsen lassen sich mit Aktien noch die besten Renditen erzielen! Die Furcht vor einem Kapitalverlust ist bei langfristigen Investitionen eher unbegründet: Das Investieren in Aktien oder Aktienfonds lohnt sich fast immer, wenn sie über mehrere Jahrzehnte gehalten werden. Ein gutes Beispiel ist der Deutsche Aktienindex (DAX): Wer seit seinem Gründungsjahr 1988 in ihn investiert hat, konnte bei einer jährlichen Wertsteigerung von 8,1 Prozent und Wiederanlage der Dividenden sein angelegtes Kapital mehr als verzehnfachen – trotz diverser Bankenkrisen und internationaler Konflikte.
Fehler 4: Zuviel vom Netto verbrauchen
Effektiv fürs Alter vorzusorgen heißt auch: verzichten. Konsum während der Berufsjahre und die gleichzeitige Investition in die private Altersvorsorge müssen sich die Waage halten, damit die Rechnung beim Renteneintritt aufgeht.
Fehler 5: Die eigene Lebenserwartung unterschätzen
Viele leben in dem Bewusstsein, dass sie sowieso nicht den neunzigsten Geburtstag feiern werden. Aber was ist, wenn doch – und die finanziellen Mittel dann nicht mehr reichen? In Zukunft werden immer mehr Menschen ein hohes Lebensalter erreichen.

