Preist Bitcoin bereits eine US-Rezession ein? Analyst sieht großes Risiko-Chancen-Verhältnis

12. Februar 2026, 11:50 Uhr · Quelle: BTCStar
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Bitcoin könnte eine US-Rezession vorwegnehmen, was Experten als potenziellen Auslöser für Kurssteigerungen bewerten.

Der jüngste Rückgang von Bitcoin (BTC) könnte weniger mit krypto-spezifischen Schwächen zu tun haben, sondern vielmehr mit makroökonomischen Ängsten, so André Dragosch, Forschungsleiter von Bitwise für Europa.

In einem kürzlich veröffentlichten Beitrag argumentierte Dragosch, dass die größte Kryptowährung der Welt möglicherweise eine tiefe US-Rezession einpreist. Sollte dieser Abschwung letztlich nicht eintreten, könnte Bitcoin für einen signifikanten Aufschwung positioniert sein.

Steht Bitcoin vor einem quantenbedingten Risikoprämium?

Dragosch beschrieb Bitcoin als ein grundsätzlich makrogetriebenes Asset. Historisch gesehen schätzt er, dass etwa 90% seiner Performance durch breite wirtschaftliche Kräfte wie Wachstumserwartungen, globale Liquiditätsbedingungen und geldpolitische Trends erklärt werden können.

Er räumte jedoch ein, dass es Zeiten gibt, in denen sich Bitcoin vorübergehend von diesen Treibern entkoppelt. Seiner Ansicht nach könnte sich der Markt derzeit in einer solchen Übergangsphase befinden.

Ein Teil der jüngsten Divergenz könnte auf Bedenken zurückzuführen sein, die nicht mit traditionellen makroökonomischen Faktoren zusammenhängen. Einige Marktteilnehmer haben auf das hingewiesen, was Dragosch als „quantum discount“ bezeichnete.

Diese Erzählung legt nahe, dass der Verkauf von langfristigen Haltern und Spekulationen über das mögliche Aufkommen von quantenresistenter Kryptografie das Bewertungsniveau von Bitcoin belasten könnten. Er beobachtete, dass Bitcoins relative Underperformance im Vergleich zu Bitcoin Cash (BCH), das als klarer in Bezug auf die kurzfristige Quantenresilienz wahrgenommen wird, diese Denkweise widerspiegeln könnte.

Seiner groben Schätzung nach könnten die Märkte ein Risiko von bis zu 25% für quantenbezogene Faktoren einpreisen, während er glaubt, dass ein realistischeres Discount-Niveau näher bei 5% liegen würde, da jede bedeutende „Q-Day“-Bedrohung wahrscheinlich noch weit in der Zukunft liegt.

Seltene makroökonomische Fehlbewertungschance

Dragosch stellte fest, dass Bitcoins Sensibilität gegenüber makroökonomischen Entwicklungen zuletzt wieder zugenommen hat. Dieser Wandel fiel mit Schwächen bei Software-Aktien zusammen, was zusätzlichen Abwärtsdruck auf die Kryptowährung ausübte.

Seiner Einschätzung nach hat die jüngste Korrektur eine der größten makroökonomischen Fehlbewertungen in der Geschichte von Bitcoin hervorgebracht. Er wies auf Restgrößen zwischen zukunftsgerichteten Wirtschaftsindikatoren und Bitcoins implizierter Wachstumsbewertung hin und bemerkte, dass die aktuelle Lücke sogar ausgeprägter ist als während der COVID-19-Rezession im Jahr 2020.

Praktisch gesehen spiegelt Bitcoins aktuelle Bewertung Erwartungen einer tiefen US-Rezession wider. Sollte ein solcher Abschwung nicht eintreten, argumentiert er, dass das resultierende Setup eine der asymmetrischsten Risiko-Chancen-Gelegenheiten darstellen könnte, die Bitcoin bisher gesehen hat.

Er betonte auch, dass makroökonomische Signale nicht einheitlich negativ sind. Industrielle Rohstoffmärkte zeigen frühe Anzeichen neuer Dynamik, während US-ISM-Daten wieder in den Expansionsbereich zurückgekehrt sind.

Führende Indikatoren wie die Ifo-Umfrage in Deutschland und die taiwanesischen Halbleiterexportdaten zeigen einen Aufwärtstrend. Zudem sind globale Zinssenkungszyklen historisch gesehen Vorläufer für eine Stabilisierung der Wachstumserwartungen.

Insgesamt deuten diese Faktoren darauf hin, dass die globalen Wachstumsaussichten möglicherweise nicht so stark abnehmen, wie einige befürchten. Eine solche Umgebung unterstützt typischerweise Risikoanlagen wie Bitcoin, während die relative Nachfrage nach Gold abnimmt.

Er hob hervor, dass das BTC-zu-Gold-Verhältnis derzeit nahe an Niveaus liegt, die historisch gesehen auf eine Fehlbewertung hindeuten, was er als weiteres potenzielles Zeichen für eine Unterbewertung ansieht.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde Bitcoin bei $67.591 gehandelt, was etwa 46% unter dem Allzeithoch von $126.000 liegt, das während der Rallye im Oktober letzten Jahres erreicht wurde.

Finanzen / Crypto / Bitcoin / US-Rezession / Makroökonomie / Kryptowährung / Risiko-Chancen
12.02.2026 · 11:50 Uhr
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