Preisentwicklung auf der Wiesn: Maßbier verteuert sich erneut
Das Oktoberfest in München steht vor der Tür, und wie jedes Jahr blicken viele Bierliebhaber mit gemischten Gefühlen auf die Preisgestaltung. In diesem Jahr wird die Maß zwischen 14,50 und 15,80 Euro kosten, was einer Erhöhung von durchschnittlich 3,52 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lag der Preis noch zwischen 13,60 und 15,30 Euro. Auch bei alkoholfreien Getränken müssen die Besucher tiefer in die Tasche greifen. Ein Liter Tafelwasser kostet nun im Schnitt 10,95 Euro, während 2024 noch 10,48 Euro verlangt wurden, und Limonaden werden ebenfalls teurer.
Die Stadt München überwacht die Preisgestaltung der Wiesn-Wirte genau. Neben den Kosten für das eigens für das Oktoberfest gebraute, besonders starke Bier mit einem Alkoholgehalt von etwa sechs Prozent haben die Wirte auch den Aufwand für den Auf- und Abbau der Zelte sowie die Bereitstellung von Live-Musik zu tragen. Die Preise werden mit denen anderer gastronomischer Großbetriebe aus München verglichen, die derzeit zwischen 7,70 und 13,40 Euro pro Liter Export kalkulieren.
Peter Inselkammer, der Sprecher der Münchner Wiesn Wirte, betonte, dass die Preisanpassungen mit Bedacht getroffen wurden und verwies auf die Inflationsrate. Sein Kollege Christian Schottenhamel ergänzte, dass die Notwendigkeit von Preiserhöhungen zwar unerfreulich sei, jedoch wichtig, um den Beschäftigten faire Löhne zu bieten. Seit 2004 haben sich die Bierpreise auf der Wiesn verdoppelt, als die Maß noch zwischen 6,70 und 7,10 Euro kostete.
Das Oktoberfest beginnt dieses Jahr am 20. September und endet am 5. Oktober. Es zieht jährlich Millionen von Besuchern an und gilt als das größte Volksfest der Welt.

