Preisbremse für Tankstellen: Baden-Württemberg fordert Bund zum Handeln auf
Die Benzinpreise an deutschen Tankstellen unterliegen täglichen Schwankungen, die Autofahrer oft frustrieren. In Baden-Württemberg regt sich Widerstand gegen dieses ständige Auf und Ab. Das Land hat im Bundesrat einen Antrag eingereicht, der das Ende dieser Volatilität zum Ziel hat. Grundlage dafür ist das österreichische Modell, das eine tägliche Preiserhöhung nur einmal um 12 Uhr erlaubt, während Preissenkungen jederzeit möglich sind.
Diese Initiative folgt einem Bericht des Bundeskartellamts, der einen Anstieg der täglichen Preisänderungen an Tankstellen verzeichnet. Laut Antrag wird es immer schwieriger, bewusst in sogenannten 'Preistälern' zu tanken und so Kosten zu sparen.
Der Tankstellen-Interessenverband zeigt sich zufrieden mit dem Vorstoß Baden-Württembergs. Sprecher Herbert Rabl betont in der 'Rheinischen Post', dass viele Tankstellen unter der aggressiven Preispolitik der Mineralölunternehmen leiden und sich seitens der Verbraucher Beschwerden häufen. Eine Preisregelung könnte hier eine wohltuende Ruhe und Stabilität für Autofahrer bringen.
Das Bundeskartellamt zählt mittlerweile im Schnitt 18 Preisänderungen pro Tag und Tankstelle. Einige Standorte verzeichnen sogar mehr als 40 oder in seltenen Fällen über 50 Änderungen täglich. Der ADAC rät daher, gezielt in günstigen Tageszeiten zu tanken, um von den Preisschwankungen zu profitieren. Die Faustregel bleibt: Abends tanken zahlt sich aus.

