Preisanstieg bei Schokolade: Konsumenten greifen seltener zu - Süßwarenmesse in Köln bietet Plattform für Innovationen
Das Verbraucherumfeld in Deutschland steht vor einer Herausforderung: die steigenden Preise für Schokolade haben das Kaufverhalten merklich beeinflusst. Marktforschungsdaten von NIQ legen nahe, dass die Umsätze der Schokoladenbranche trotz eines Anstiegs um 7,5 Prozent im Jahr 2025 mit einem gleichzeitigen Rückgang der Verkaufszahlen um 5,8 Prozent einhergehen. Weihnachtsschokolade traf es besonders hart mit einem Minus von 12 Prozent bei den verkauften Packungen. „Auch beliebte Anlässe wie Ostern und Weihnachten können die Käufer bei diesen Preissteigerungen nicht überzeugen“, konstatiert der Süßwarenexperte David Georgi von NIQ.
Die aktuelle Entwicklung ist nicht überraschend angesichts der Tatsache, dass die Preise für Schokolade seit 2020 im Durchschnitt um etwa 70 Prozent gestiegen sind, unterstützt durch erhebliche Kostensteigerungen bei Rohstoffen wie Kakao. Dennoch ist die Nachfrage vergleichsweise stabil, erklärt Ulrich Zuenelli vom Süßwarenhandelsverband Sweet Global Network, während die Branche insgesamt ein Umsatzzuwachs von 4,9 Prozent verzeichnet, trotz eines Rückgangs der abgesetzten Packungen um 2,2 Prozent.
Mit Spannung blickt der Sektor auf die bevorstehende Süßwarenmesse ISM in Köln, die vom 1. bis 4. Februar stattfindet. Hier werden sich rund 1.800 Aussteller aus 70 Ländern versammeln, um ihre Innovationen zu präsentieren. Neben klassischer Schokolade erlangen neue Segmenten wie Sport- und Energieriegel, salzige Snacks und vegane Produkte zunehmend Aufmerksamkeit. Zusätzlich finden die ISM Ingredients sowie die ProSweets Cologne statt, die Einblicke in die neuesten Entwicklungen bei Inhaltsstoffen und Zulieferungen geben.

