Potenzielle US-Zölle: EU-Waren im Visier der nationalen Sicherheit
Die Europäische Union steht möglicherweise vor einer neuen Herausforderung im transatlantischen Handel. Der EU-Handelskommissar Maros Sefcovic hat kürzlich im Europaparlament in Straßburg seine Besorgnis über mögliche neue Zölle der USA auf EU-Waren geäußert.
Washington untersucht derzeit mehrere Importkategorien und beruft sich dabei auf Gründe der nationalen Sicherheit. Sollten diese Untersuchungen in Zollerhebungen münden, könnten Exporte aus der EU im Wert von zusätzlich 170 Milliarden Euro betroffen sein.
Damit würde sich die Gesamtsumme der von US-Zöllen belasteten EU-Exporte auf rund 549 Milliarden Euro erhöhen. Laut Sefcovic würde dies ein gewaltiges Ausmaß an Handelsbeschränkungen darstellen.
Der Fokus dieser Untersuchungen liegt laut EU-Kommission insbesondere auf Branchen wie Halbleiter, Arzneimittel und Rohstoffe. Diese sektoralen Untersuchungen verdeutlichen die breite Palette an Industrien, die von den Handelsspannungen betroffen sein könnten.

