Positive Überraschung im britischen Dienstleistungssektor: Weniger Eintrübung als befürchtet
Die aktuelle Entwicklung im britischen Dienstleistungssektor sorgt für aufmerksamkeitsstarke Diskussionen unter Volkswirten. Der Einkaufsmanagerindex (PMI), herausgegeben von S&P Global, zeigt im Juli einen unerwartet moderaten Rückgang: Mit einem Minus von 1,0 Punkten beläuft sich der Index nun auf 51,8 Punkte. Diese Korrektur weicht von der vorherrschenden Prognose ab, die von einem stärkeren Rückgang auf 51,2 Punkte ausging. Dass der Wert über der Marke von 50 Punkten bleibt, erfreut Beobachter, da damit immer noch ein moderates Wachstum signalisiert wird.
Doch nicht alle Signale stehen auf grün. Druck auf den Sektor entsteht durch eine schwächelnde Nachfrage sowohl aus dem Inland als auch international. Diese Entwicklungen stehen der Umsatzentwicklung im Weg und bergen längerfristige Herausforderungen. Sorgen um steigende Produktionskosten verschärfen die Lage und könnten in der Tat zu einem beschleunigten Rückgang der Beschäftigungszahlen führen.
Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich dagegen in der Industrie, wo der PMI laut Angaben vom Freitag leichte Aufhellungen verzeichnete — wenngleich dieser Indikator noch unterhalb der Wachstumsschwelle dahindümpelt. Der übergeordnete Indikator der gesamten Wirtschaft verzeichnete ebenfalls einen leichten Rückgang um 0,5 Punkte und liegt nun bei 51,5 Punkten, was jedoch im Einklang mit der vorhergegangenen Prognose von 51 Punkten steht.

