Positive Signale an den Börsen: Hoffnung auf Ende des US-Shutdowns
Die weltweiten Aktienmärkte zeigen sich zum Wochenstart erholt, nachdem Hoffnungen auf ein baldiges Ende des US-Regierungsstillstands die Gemüter der Anleger beruhigen. Der Dax, der in den letzten zwei Wochen Verluste hinnehmen musste, wird mit einem deutlichen Plus erwartet. Der vorbörsliche Indikator X-Dax signalisiert einen Anstieg von 1,4 Prozent auf 23.896 Punkte. Auch der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, wird mit einem Plus von 1,5 Prozent in den Handel starten.
Ein wichtiges Augenmerk liegt auf der Unterstützung des Dax bei 23.500 Punkten, die erneut bewahrt werden konnte. Am vergangenen Freitag fiel der Dax kurzzeitig auf 23.452 Punkte, bevor sich die Verluste wieder einpendelten. Nun scheint sich im ungewöhnlich langen Stillstand der US-Regierung eine Lösung abzuzeichnen: Der Senat stimmte zu, über einen vom Repräsentantenhaus eingebrachten Übergangsetat zu beraten, ein entscheidender Schritt in Richtung Beendigung des Shutdowns. Diese Entwicklung hat in den USA bereits zu positiven Reaktionen an den Märkten geführt.
Einige Unternehmen stehen im besonderen Fokus: Die Aktien der Hannover Rück verzeichnen nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen einen Anstieg von 2,1 Prozent im vorbörslichen Handel. Trotz der schweren Waldbrände in Kalifornien konnte der Rückversicherer seine Gewinnprognose für das Jahr anheben. Die Commerzbank gewann 2,6 Prozent, beflügelt durch eine Hochstufung auf "Buy" durch die Deutsche Bank, während Siemens Energy von einer ähnlichen Bewertung von Jefferies profitierte und um 4 Prozent zulegte.
Der Stahlkonzern Salzgitter hingegen bleibt vorsichtig für das Gesamtjahr, trotz leichtem Kursanstiegs auf Tradegate. Die neuen, zurückhaltenderen Ziele wurden laut Marktbeobachtern weitgehend erwartet. Bei Süss Microtec sorgt eine Reihe von Kaufempfehlungen, diesmal von Jefferies und der UBS, für einen Aufschwung. Vorbörslich stiegen die Titel um 8 Prozent, obwohl die Kurslücke im Xetra-Handel nach wie vor besteht.

