Positive Impulse und Vorsicht: Europas Märkte in der Schwebe
Europas Aktienmärkte zeigten zum Wochenbeginn wenig Bewegung, nachdem die jüngste Erholungsrally nun ins Stocken geraten ist. Anleger blicken gespannt auf ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, da bislang keine Fortschritte in Richtung einer Waffenruhe im Ukraine-Konflikt nach Trumps Austausch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin erzielt wurden. Die Frage, wer den Frieden effektiv herstellen kann, bleibt weiterhin offen.
Ein weiterer Punkt auf der Agenda der Investoren ist das mit Spannung erwartete Notenbankentreffen in Jackson Hole, Wyoming, das am Donnerstag beginnt. US-Notenbankchef Jerome Powell wird zu einer Rede erwartet, die möglicherweise Details zur zukünftigen geldpolitischen Ausrichtung der USA enthüllt. Die Marktteilnehmer rechnen hier überwiegend mit einer moderaten Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte bei der kommenden Sitzung im September, während aggressivere Lockerungen kaum in Erwägung gezogen werden.
Der EuroStoxx 50 schloss mit einem leichten Minus von 0,26 Prozent bei 5.434,64 Punkten. Der SMI in der Schweiz verlor 0,02 Prozent auf 12.071,88 Punkte, während der britische FTSE 100 nach einem schwachen Freitag um 0,21 Prozent auf 9.157,74 Punkte zulegen konnte. Besonders Minen- und Rohstoffwerte im Stoxx Europe 600 litten unter der geopolitischen Unsicherheit und den schwachen Wirtschaftsdaten aus China, die auf eine Schwäche in der chinesischen Wirtschaft hindeuteten.
Wohlfühlfaktor boten derweil defensive Sektoren wie Medien, Telekommunikation und Pharma, mit der Gesundheitsbranche als einsamer Spitzenreiter. Novo Nordisk verzeichnete einen merklichen Kursaufschwung um 6,6 Prozent, getrieben von einer neuen Zulassung ihres Gewichtssenkers in den USA und Preisnachlässen bei ihrem Diabetesmittel Ozempic. Valneva setzte seine positive Kursentwicklung mit einem Zuwachs von 6,1 Prozent fort, nachdem Kanada einen weiteren Impfstoff gegen das Chikungunya-Virus zugelassen hatte.
Erfreuliche Neuigkeiten gab es auch für dänische Windkraftunternehmen. Vestas sprang um satte 15,1 Prozent nach oben, während Orsted einen Aufschwung von 1,2 Prozent verzeichnete. Auch deutsche Unternehmen wie SMA Solar und Nordex profitierten, da die Trump-Regierung weniger drastische Subventionsrichtlinien für erneuerbare Energien erlassen hat, als von Analysten befürchtet.

