Positive Entwicklungen am deutschen Aktienmarkt: Tech-Sektor stabilisiert sich und Adidas glänzt
Nach den deutlichen Verlusten des Vortages zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Freitag mit einer moderaten Erholung. Die Quartalszahlen des iPhone-Herstellers Apple, veröffentlicht nach Börsenschluss in den USA, haben die Laune im Technologie-Sektor nicht weiter getrübt. Im Fokus des Interesses stehen vor allem die Geschäftszahlen von Adidas. Erwartungsvoll blicken Anleger am Nachmittag auf wichtige Preisdaten aus Deutschland und den USA, die potenziell kursbewegend sein könnten.
Der Dax konnte zuletzt um 0,6 Prozent auf 24.457 Punkte zulegen, nachdem er am Vortag mehr als zwei Prozent eingebüßt hatte. Auf Wochenbasis signalisiert der deutsche Leitindex jedoch ein Minus von 1,8 Prozent, während der ereignisreiche Januar ohne größere Verschiebungen endet. Im Segment der mittelgroßen Werte verzeichnete der MDax einen Anstieg von 0,2 Prozent auf 31.304 Zähler. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, legte ebenfalls um 0,6 Prozent zu.
Ein herausragender Gewinner im Dax ist Adidas, dessen Aktien um eindrucksvolle 5,8 Prozent zulegten. Grund für diesen Anstieg ist das angekündigte Aktienrückkaufprogramm, im Rahmen dessen der Sportartikelhersteller ab Februar eigene Anteile im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückkaufen will. Im vergangenen Jahr erzielte Adidas einen noch nie dagewesenen Umsatz und übertraf die Erwartungen im Bereich der Margenentwicklung, wie es aus Handelskreisen heißt.
Die Aktien von Nordex erholten sich von einem deutlichen Anfangsverlust und stabilisierten sich bei 33,80 Euro. Dies geschah trotz der Nachricht, dass die Beteiligungsgesellschaft Skion, im Besitz der BMW-Hauptaktionärin Susanne Klatten, sieben Millionen Nordex-Anteile veräußert. Der Platzierungspreis dürfte bei 32,15 Euro liegen, was laut Berichten von Bloomberg auf solide Nachfrage hindeutet. Ein Händler erklärte, der Verkaufsüberhang sei beseitigt, was künftige Käufe begünstigen könnte.
Fraport-Papiere erreichten den höchsten Stand seit November und legten um 2,3 Prozent zu. Das Analysehaus Jefferies stufte die Aktien des Flughafenbetreibers von "Hold" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel deutlich von 72 auf 100 Euro. Analystin Priyal Woolf erwartet ein starkes Jahr 2026 im Flugverkehr mit erhöhten Kapazitäten.
Im MDax stiegen die Anteile von Auto1 um 3,6 Prozent. JPMorgan erhöhte das Kursziel für den Online-Gebrauchtwagenhändler von 42 auf 50 Euro, bekräftigt durch einen "Positive Catalyst Watch"-Vermerk. Analyst Marcus Diebel erwartet positive Überraschungen bei den im Februar erwarteten Geschäftszahlen.
Die Aktien von Jenoptik erreichten dank einer Kaufempfehlung den höchsten Stand seit Oktober 2024 und stiegen um 7,1 Prozent. Die Deutsche Bank änderte ihr Urteil von "Hold" auf "Buy" und hob das Kursziel von 22 auf 28 Euro an. Analyst Michael Kuhn setzt auf den Führungswechsel und bessere Aussichten im Halbleiter-Kerngeschäft des Hightech-Unternehmens.

