Polnischer Regierungschef Tusk moniert ungarisch-slowakische Diplomatie mit Moskau
Donald Tusk, polnischer Ministerpräsident, äußerte sich kritisch zu den jüngsten diplomatischen Begegnungen von Peter Szijjarto und Juraj Blanar, den Außenministern Ungarns und der Slowakei, mit dem russischen Chefdiplomaten Sergej Lawrow. Bei einem Treffen in Vilnius mit Litauens Premierministerin Ingrida Simonyte, die die Wahl zu diesem Treffen ebenfalls bedauerte, ließ Tusk verlauten, dass solche Zusammenkünfte nicht einfach als Frage des Geschmacks abgetan werden können, sondern vielmehr ein schwer zu akzeptierendes Signal der ungarischen Regierung darstellen.
Tusk, der zuvor auch an dem Gipfeltreffen der Visegrad-Gruppe teilgenommen hatte, konnte sich dort einen Eindruck von der aktuellen Position der teilnehmenden Länder gegenüber Russland verschaffen. Die Visegrad-Gruppe, bestehend aus den EU- und NATO-Mitgliedsstaaten Ungarn, Slowakei, Tschechien und Polen, ist sich in ihrer Haltung gegenüber dem russisch-ukrainischen Konflikt uneinig. Laut der litauischen Nachrichtenagentur BNS äußerte Tusk deutliche Besorgnis über diese Meinungsverschiedenheiten, insbesondere im Hinblick auf die russischen Militäraktionen in der Ukraine.
Tusk bemerkte nach dem Treffen in Vilnius, dass die Positionen einiger Ländergruppen, einschließlich derer in Bezug auf Russland und dessen militärische Aktivitäten, zu differenziert seien. Dies führte zu der Erkenntnis, dass seine Beobachtungen und Einschätzungen weit entfernt von Optimismus sind, eine Einstellung, die in der turbulenten geopolitischen Landschaft Europas als bedenklich angesehen werden kann. (eulerpool-AFX)

