Polnischer Geheimdienst im Fadenkreuz: Spannungen nach Anschlag auf russischen General
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB erhebt schwere Vorwürfe gegen den polnischen Geheimdienst in Bezug auf den kürzlichen Attentatsversuch auf General Wladimir Alexejew in Moskau. Laut FSB-Angaben hätten die beiden festgenommenen Verdächtigen ein Geständnis abgelegt, das eine Mitwirkung polnischer Geheimdienste beim Angriff nahelegt. Der Täter soll im Auftrag Kiews, unter Unterstützung polnischer Agenten und seines in Polen lebenden Sohnes, für den Anschlag verpflichtet worden sein.
Im August 2025 soll der Schütze vom ukrainischen Geheimdienst SBU rekrutiert worden sein. Trotz eines russischen Passes hat er ukrainische Wurzeln und war Berichten zufolge in Ternopol stationiert. Über verschlungene Wege sei er nach Russland eingeschleust worden, um das Attentat zu verüben. Für die Tat sei ihm eine Summe von 30.000 US-Dollar versprochen worden.
Bei dem Angriff wurde Alexejew in der Eingangshalle seines Wohnhauses schwer verletzt. Dennoch gibt es beruhigende Nachrichten über seinen Gesundheitszustand; er soll wieder ansprechbar sein. Der 64-Jährige ist eine Schlüsselfigur als stellvertretender Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU und war maßgeblich an der Koordination von Wagners Aktivitäten in der Ukraine sowie russischen Geheimdienstoperationen in Syrien beteiligt.

