Politische Landschaft im Umbruch: AfD holt zur Union auf
Ein frischer Wind weht durch die bundesdeutschen politischen Gefilde. Wie eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt, hat die Alternative für Deutschland (AfD) ihre Zustimmung unter den Wählerinnen und Wählern signifikant gesteigert und verkürzt damit den Abstand zur führenden Union.
Konkret konnte die AfD im Vergleich zum Vormonat um zwei Prozentpunkte zulegen und erreicht nun ein beeindruckendes Umfragehoch von 25 Prozent. Gleichzeitig verliert die Union leicht an Boden und kommt auf 27 Prozent. Ein Blick auf die anderen Parteien zeigt ein gemischtes Bild: Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) stagniert bei 14 Prozent.
Die Grünen und die Linke liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei die Grünen 11 Prozent und die Linke 10 Prozent erzielen. Während die Werte für die Freien Demokraten (FDP) bei 3 Prozent verharren, bleibt die Zustimmung für die BSW und sonstige Parteien mit jeweils 5 Prozent stabil. Die Datenerhebung ereignete sich vor dem Hintergrund einer gescheiterten Wahl von drei Verfassungsrichtern im Bundestag, weshalb mögliche Auswirkungen auf die Umfrageergebnisse nicht abschließend geklärt werden können.
Laut YouGov können politische Ereignisse Zeit benötigen, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Insgesamt beteiligten sich 1.820 von 2.192 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern an der Erhebung zwischen dem 11. und 14. Juli.
Die Umfrage offenbart zudem eine starke Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung mit der schwarz-roten Koalition, die vor rund zehn Wochen ihre Arbeit aufnahm. Etwa 65 Prozent der Befragten äußern sich negativ zu deren Leistung, während die Zufriedenheit mit der Ampel-Koalition in vergleichbaren Zeiträumen höher lag.
Friedrich Merz, seinerseits Bundeskanzler, erhält durchwachsene Bewertungen: 32 Prozent bewerten seine Arbeit positiv, wohingegen 59 Prozent unzufrieden sind.

